Volltext: Jahresbericht 2014 (2014)

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AKTIVITÄTEN 
Die gezeigten Werke sind auf Basis langjähriger Recher- 
chen und dem Wissen darüber, was die Künstler damals 
in Paris, Berlin, Dresden, München und Hagen von den 
Vertretern der Fauves wie Matisse, de Vlaminck, Derain 
oder van Dongen sehen konnten, zusammengetragen 
worden. Die künstlerische Energie der Expressionisten, 
welche von ihrem Spektrum her vom taumelnden Rausch 
bis zur Agonie reichen konnte, hat bis heute nichts von 
ihrer visuellen Kraft verloren, wenn man einerseits die 
Farben, dann aber auch die sehr ins gestisch-performativ 
tendierenden Linienführungen auf sich wirken lässt. 
Unterstützt durch die Credit Suisse – Partner des Kun st- 
haus Zürich sowie durch die Truus und Gerrit van Rie ms- 
dijk Stiftung, die Ernst von Siemens Kunststiftung und 
Farrow & Ball. Cathérine Hug 
ALBERTO GIACOMETTI. 
ZEICHNUNGEN UND AQUARELLE 
Nach dem Tod von Bruno Giacometti (1907 – 2012) ist unter 
anderem ein grosses Ensemble von 94 Zeichnungen und 
Aquarellen Alberto Giacomettis als Legat ins Kunsthaus 
gekommen (zu diesem Legat als Ganz es vgl. Jahresbericht 
2012). Diese bis dahin grösstenteils nicht öffentlich g ezeig- 
ten oder nicht bekannten Werke präsentierte das Kunst- 
haus von Februar bis Mai im Kabinett in unmittelbarer 
Nach barsch aft zu Albertos Ge mälden und Skulpturen. Die 
Zei chnunge n wurden zu diesem Zweck wissenschaftlich 
ersch losse n, allesamt neu passepartouriert und teilwei se 
restauratorischen Massnahmen unterzogen. Das intime 
und familiäre Zeichnungskonvolut hebt die grundlegende 
Bedeutung der Zeichnung in Albertos Œuvre hervor. 
Nebst den Werken aus der Jugendzeit, darunter die far- 
benfrohen Aquarelle, die einfühlsamen Porträts der Fami- 
lienmitglieder sowie die ersten bedeutenden Selb stb ild- 
nisse, fallen die ersten Skizzen und Kopi en nach Vorlagen 
alter und zeitgenössischer Meister auf. Weiter enthält das 
Konvolut Aktstudien aus der Pariser Akademiezeit, Ob- 
jekt- und Figurenstudien, Atelieransichten und Land- 
schaftsdarstellungen aus den 1950er- und 60er-Jahren. 
Sowohl die meisterh aften Zeichnungen als auch die flüch- 
tigen, spontanen Skizzen führen deutlich vor Augen, dass 
das Zeichnen für Albe rto Giacometti ein unverzichtbares 
Mi ttel zur Erkenntnis seiner Umwelt und zentral für sein 
künstlerisches Schaffen war. 
Begleitend zur Ausstellung erschien eine Publikation in 
Deu tsch und Englisch aus der Reihe der Sammlungshefte 
des Kunsthaus Zürich, in der sämtliche Zeichnungen und 
Aquarelle Albertos aus dem Legat abgebildet sind. 
Unterstützt durch die Dr. Georg und Josi Guggenheim- 
Stiftung. Monique Meyer 
ANTOINE BOURDELLE: SAPPHO 
Die Präsentation der mit Unterstützung der Stiftung BNP 
Paribas Schweiz restaurierten, monumentalen Bronze- 
plastik «Sappho» (1887 / 1925) von Antoine Bourdelle gab 
Anlass zur Einrichtung einer grösseren Sammlungs- 
Accroc ha ge. Dabei konnte Bourdelles Werk, das die trau- 
ernde Sappho mit Lyra zeigt, in verschiedene Kontexte Kontexte
	        
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