Volltext: Jahresbericht 2014 (2014)

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AKTIVITÄTEN 
cher aus Europa und den USA zu Wort kamen und von 
Cindy Shermans Kunst ausgehend Texte schrieben, die 
das Werk kongenial beleuchteten und so ein paralleles 
künstlerisches Universum zur Ausstellung eröffneten. 
Neben dem Katalog entstand auch eine App. Diese funk- 
tionierte als Audioguide und stellte Informationen zu den 
einzelnen Werken, der Künstlerin und der Ausstellung zur 
Verfügung. Gleichzeitig enthielt sie spielerischere Zusatz- 
funktionen, wie einen Soundtrack zur Ausstellung oder die 
Möglichkeit, Selfies zu schiessen und diese dann mit Pe- 
rücken, Brillen, Hüten und an deren digitalen Werkzeugen 
zu bearbeiten und in den sozialen Netzwerken zu teilen. 
Als Rahmenveranstaltung zur Ausstellung zeigte das 
Kunsthaus am 31. August 2014, um 12 Uhr, in Zusammen- 
arbeit mit den Zürch er Arthouse Kinos Cindy Shermans 
bisher einzigen Spielfilm «Office Killer» aus dem Jahre 
1997. 
Unterstützt von Swiss Re – Partner für zeitgenössische 
Kuns t, der Roswitha Haftmann-Stiftung sowie Farrow & 
Ball. Mirjam Varadinis 
DIE FACKELN DES PROMETHEUS.   
JOHANN HEINRICH FÜSSLI UND JAVIER TÉLLEZ 
Im Rahmen der Festspiele Zürich 2014 ze igte das Kunst- 
haus Zürich, wie anhand von zwei künstlerischen Positio- 
nen zwischen 1770 und heute der Prometheus-Mythos 
adaptie rt und neu interpr et iert wur de. Der gefesse lte Pro- 
metheus wurde bei Johann Heinrich Füss li (1741 – 1825) 
zur Identifikationsfigur des modernen Künstlers. Ausge- 
hend von einer anatomischen Spielerei, den sogenannten 
«Fünf-Punkte-Zeichnungen», entwickelte Füssli seinen 
subjektiven und hochexpressiven Figurenstil. Mit seinen 
Skizzen und Gemälden appellierte Füssli an die grenzen- 
lose Schöpferkraft des modernen Menschen, verschwieg 
aber auch nicht die Gefahren, die mit dem Emanz ipatio ns- 
schub einhergingen. Eine der eindrücklichsten Arbeiten 
der Gegenwartskunst zu diesem Themen-Komplex ent- 
stand 2011: die raumfüllende Filminstallation «Rotations 
(Prometheus and Zwitter)» von Javier Téllez (*1969). 
Téllezʼ Arbeit «Rotations» handelt von zwei Skulpturen, 
die sich in entgegengesetzter Richtung drehen: auf der 
einen Seite die Grossplastik «Prometheus» von 1937, die die
	        
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