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text seines Ges amt werks präsentierte und ein neues Ver-
ständnis seines Zugangs zur Malerei eröffnete. Sie ver-
anschaulichte wichtige Konstanten der Laufbahn des
Künstlers, nicht zuletzt die monumentale Qualität seiner
Kunst und seine Vorliebe für grosse Formate. Die Aus-
stellung umfasste rund 70 Werke aus bedeutenden
öffentlichen und privaten Sammlungen in Europa und den
USA. Das keramische Wandbild «Vögel, die wegfliegen»
(Oiseaux qui s’envolent, 1971/72), das als Leihgabe der
Vereinigung Zürcher Kunstfreunde im Innenhof des
Kunsthaus Zürich steh t, war der Ausgangspunkt der Aus-
stellung. Der Kunstsammler und Mäzen Gustav Zumsteg
aus den Gattungen Bildnis und «Tronje» (Charakterstu-
die). Der grö sste Teil der Werke stammt aus dem golde-
nen Zeitalter der niederländischen Malerei, dem 17. Jahr-
hundert. Zu den wichtigsten vertretenen Künstlern ge-
hören der Mei ster der Fürstenbildnisse, Jan Brueghel (I),
David Teniers (I) und Jan van K essel (I) auf der flämischen,
Hendrick Avercamp, Aert van der Neer, Jan van Goyen und
Adrian Coorte auf der holländischen Seite. Eine Beson-
derheit ist der fast vollständige Verzicht auf Werke religi-
öser Thematik. Da durch kam ein sonst wesentlicher Un-
terschied zwischen der barocken Kunst im katholischen
Flandern einerseits und dem protestantischen Holland
andererseits nicht zum Tragen. Auf diese Weise wurde n
aber für einmal umso mehr die Gemeinsamkeiten erfahr-
bar, die zwischen den beiden Sc hulen trotz allem beste-
hen. Nach der Eröffnung wurde überraschend bekannt,
dass der Sammler Ferdinand Knecht seine Sammlung auf
höchst grosszügige Weise dem Kunsthaus als Dauerleih-
gabe zur Verfügung stellt.
Die Ausstellung wurde unterstützt durch die Athene
Stiftung und die Truus & Gerrit van Riemsdijk Stiftung.
Philippe Büttner
JOAN MIRÓ. MAUER, FRIES, WANDBILD
Vom 2. Ok tober 2015 bis 24. Januar 2016 z eigte das Kunst-
haus Zürich «Joan Miró. Mauer, Fries, Wandbild», eine
wegweisende Ausstellung, die Mirós Wandbilder im Kon-