Volltext: Jahresbericht 2016 (2016)

URS FIS CHER 
GRUNDSTEIN, 2014 
Jedes gross e öffentliche Bauwerk nimmt seinen symboli- 
schen Anfan g mit einem Grundstein, in dem eine Kassette ver- 
wahrt wird mit Dokumenten, Gegenständen und persönlichen 
Wünschen der Bauherren, die in aller Regel nie wieder jemand 
zu Gesicht bekommt. Weil in einem öffentlichen Museum jedoch 
so ziem lich alles auf Sichtbarkeit a usger ichtet ist, haben wir uns 
überlegt, wie wir diesen denkwürdigen Moment in un serer Ge- 
schichte für unsere B e sucherinnen und Besucher gleichsam sinn- 
lich erfahrba r machen können – und zwar dauerhaft. 
Unser langjähriger Kontakt zu Urs Fischer (*1973), der im 
Bührlesaal des Kunsthauses schon 2004 seine allererste und 
ziemlich spektakuläre Museumsausstellung hatte, brachte uns 
auf die Idee, ihn um einen dreidimensionalen Grundstein zu bit- 
ten, der dauerhaft und gut sichtba r in der Kuns thaus-Erweiteru ng 
von Sir David Chipperfield install iert wer den k önnte. Urs F ischer 
machte uns zwei Kunstwerke zum Gesch enk: Die Vereinigung Zür- 
cher Kunstfreunde erhielt schon 2012 sein grossformatiges Bild 
«Problem Painting», ein Da menport rät mit übergrossem «Rüeb- 
li», eine Anspielung auf das «Bildnis Lydia Welti-Escher» ( 1886) 
von Karl Stauffer-Bern, quasi ein Vorgriff und Vorgeschmack auf 
Weiteres, aber als Grundstein doch ein wenig unpraktisch. Nach 
erne uter , freundlich aufgenommener Anfrage beim Künstler er- 
reichte die Zürcher Kunstgesellschaft ein weiteres Exemplar 
des klassischen Schweizer Gemüses, diesmal dreidimensional- 
naturalistisch und bequem auf einer stilisierten Chaiselongue 
gelagert. Auch dies eine Anspielung auf kunstgeschichtliche 
Vorbilder, von Velazquez bis Manet, als vielteiliges Ensemble 
jedoch von gehörigem Bronzegewicht, sodass gelegentliche 
Transporte (bis zur endgültigen Landung in der Kunsthaus- 
Erweiterung) mit einem gewissen logist isc hen Aufwand verbun- 
den sein werden. werden.
	        
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