Volltext: Jahresbericht 2016 (2016)

PIPILOTTI RIST 
TASTENDE LICHTER, 2015 
Gleichzeitig mit der Eröffnung der grossen Pipilotti Rist- 
A usstel lung im Februar 2016 feierte ein neues Werk im A ussen- 
raum Premiere. Dieses hatte die Künstlerin als Kunst-am-Bau- 
Auftrag in enger Kooperation mit dem Kunsthaus realisiert. Die 
Idee dazu entstand währ end der Vorbereitungen zur A uss tellung. 
So wie die Künstlerin in ihrer Arbeit immer wied er das kla ssische 
Rechteck der Projektion aufbricht, sprengt sie gerne auch die 
Grenzen des A usstellungsra ums und zeigt Werke, die sich in den 
öffentlichen Raum ausdehne n. Da lag es nahe, auch im und für das 
Kunsthaus so eine Arb eit zu entwickeln – insbeso nder e, da schon 
in der Ar chitek tur von Karl Moser angelegt ist, Kunst nach aussen 
zu tragen. Man denke dabei an die versch iedenen w eiblichen Figu- 
ren, die in die Nischen zum Heimplatz hin in die Fassad e eingelas- 
sen sind. Wie Pipilo tti Rist in ihrer Recherche zum Projekt heraus- 
fand, wurden diese Skulpturen im Laufe der Zeit von verschiedenen 
Künstlern r ealisiert. Der Geldgeber, der die Nisc h enfigur bezahl- 
te, konnte jeweils bestimm en, w elcher Künstl er das Werk ausfüh- 
ren s ollte. 
Für Pipilotti Rists Intervention disku tierte n die Kuratorin und 
die Künstlerin zuers t die Möglichkeit, die Aussenwand des Bührle- 
sa ales als Pr ojektionsfläche zu verwenden und d arauf na chts ein 
Video zu zeigen. Schnell wurde aber klar, dass dies aufgrund der 
vielbefahrenen Strasse vor dem Kunsthaus nicht möglic h ist. Die 
A blenkung der Autofahrer wäre zu gross gewesen. Im Austausch 
mit Direktor Christo ph Beck er kam dann die Idee auf, das histori - 
sche Glasdach des Moserbaus als Hülle für eine Projektion oder 
Lichtarbeit zu v erwenden. Das hat den Vorteil, dass auf der S tras- 
se niemand gestört wird und zudem das Werk von weitem zu sehen 
ist. Ob es eine Videoprojektion oder eine Lichtinstallation we rden 
so llte, war zu dem Zeitpunkt noch offen. Pipilo tti Rist prüfte beide 
Möglichkeiten in einem Studienauftrag und entschied sich dann für 
eine Ko mbinat ion, nämlich für eine Installa tio n mit farbigen Lich-
	        
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