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über wiegend Neoimpressionisten, zusammen mit einer
Dokumentation zur Entstehung der Villa van de Veldes
und der Gemälde Munchs gezeigt. Die begleitende Pu
blikation, ermöglicht dank der SalientesStiftung, be
schreibt diese ungewöhnliche kunsthistorische Episode,
eröffnet neue Einsichten auf die Bildnisse aus dem bau
künstlerischen Zusammenhang und stellt erstmals die
Sammlung vor. Christian Klemm
Als erstes Kunstmuseum präsentierte das Kunsthaus
darüber hinaus eine Auswahl von ungerahmten Tusch
pinselarbeiten aus jüngster Zeit (2012 – 2016). Frei von
Konzept und Bildraster entfalten diese Arbeiten eine
suggestive Kraft, deren Ordnungsgefüge sich dem Be
trachter auf subtile Weise mitteilt. Das Wechslerʼsche
Wachstumsmodell («Kleinteilig wächst die Welt zusam
men») rekurriert bewusst auf die kreativen Ressourcen
des Mehrdeutigen, um Distanzen zu überbrücken und das
Verständnis für unterschiedlich gewachsene Strukturen
durch eine neue Bildsprache zu vertiefen. Zusammen
mit einigen fr ühen Werken aus den 1970er und 1980er
Jahren, darunter auch drei Kaltnadelarbeiten, vermochte
die Ausstellung mit 74 Arbeiten auf Papi er einen schlag
lichtartigen Überblick über das gesamte zeichnerische
Schaffen dieses Künstlers zu geben. Der Konservator
der Grafischen Sammlung hat die Präsentation gemein
sam mit dem Künstler eingerichtet. Im Jahr 2008 erwa rb
das Kunsthaus als erstes öffentliches Museum in der
Schweiz eine grosse Zeichnung: «WVZ Nr. XVIII». Die
ses Blatt aus dem Jahr 2004 ist Teil eines Zyklus von 23
gross formatigen Bleistiftzeichnungen, welcher in seinen
Hauptzügen rekonstruiert werden konnte. Neben diesem
Werk aus dem Bestand des Kunsthauses kamen Leih
gaben aus der Albertina in Wien und aus verschiedenen
bedeutenden Privatsammlungen nach Zürich.
Dank Unterstützung durch Uniqa Kunstversicherung
Schweiz sowie die Stiftung Erna und Curt Burgauer.
Bernhard von Waldkirch
EDVARD MUNCH UND DIE FAMILIE ESCHE.
DIE BILDNISSE, DIE SAMMLUNG
Die Schenkung des «Bildnis Hanni Esche», das aufs
Glücklichste das grosse «Kinderbild» ergänzt, war der
willkommene Anlass, die bedeutende Gruppe von Por
träts, die Munch im Oktober 1905 in der Villa Esche in
Ch emnitz ge malt hatte, zu sammen mit den Möbeln van de
Veldes, die ebenfalls der Herbert Eugen EscheStiftung
gehören, so zu präsentieren, wie sie von den 1930e r bis
in die 1990erJahre verei nt waren. Dazu eignete sich der
Seiten lichtraum neben dem Böcklinsaal trefflich. Im
Vorraum wurden neun Bilder aus der Sammlung Esche, Esche,