Volltext: Jahresbericht 2016 (2016)

86 ZÜRCHER KUNSTGESELLSCHAFT 
Der Vorstand kam im Berichtsjahr zu drei ordentlichen 
Sitzungen zusammen. 
22. MÄRZ 2016 
Eine Arbeitsgruppe mit Vertretern der Stadt Zürich, der 
Zürcher Kunstgesellschaft und der Stiftung Sammlung 
E. G. Bühr le bereitet die Kontextualisierung der Samm- 
lung B ührle vor; die Provenienzforschung ist à jour. Auf 
dem Baugelände wurden bis Ende März keine Reste 
eines ehemaligen Friedhofs gefunden. Eine allfällige 
Subventions kürzung bei negativem Eigenkapital der Stadt 
Zürich von bis zu 20 % hätte gravierende Folgen für den 
Betrieb. Deshalb hat eine Arbeitsgruppe den § 10 «S amm- 
lungsfonds und Ankäufe» neu formuliert: festgehalten 
wird an 15 % der Mitgliederbeiträge für Ankäufe, in der 
Regel mindestens CHF 500 000. Für die Gen eral versa mm- 
lung wird eine Statutenänderung vorbereitet: Der Vor- 
stand soll auf elf Mitglieder verkleinert, seine Aufgaben 
sollen klarer geregelt und die Programmkommission soll 
durch einen internationalen Beirat ersetzt werden. Zu- 
sätzlich werden die Statuten an die aktuellen rechtlichen 
Rahmenbedingungen angepasst. Dr. Conrad M. Ulrich 
ste llt sich für weitere drei Jahre als Finanzvorstand und 
neu als Vizepräsident zur Verfügung. 
6. SEPTEMBER 2016 
Das Bundesamt für Kultur u nterstütz t die Online-Stellung 
der Sammlung Gemälde und Skulpturen bis 2017 sowie 
die Erfassung und Untersuchung der Provenienzen der 
Werke der Grafischen Sammlung. Die gewünschten 
Persönlich keiten für den Beirat werden kontaktiert. Die 
Ausstellung von Pipilotti Rist hat sehr viel Publikum 
angezogen, ebenso die Präsentation «Dadaglobe 
Reconstructed». Es wurden keine Reste eines Friedhofs 
auf dem Baugelände gefunden, jedo ch haben die Archäo- 
logiearbeiten den Tiefbau verzögert. Die Grundstein- 
legung am Dienstag, dem 8. November 2016, ist in Vorbe - 
reitung. Das Organisationsreglement wird nach der Ge- 
neralversammlung in Kraft gesetzt. Der Stadtrat hat die 
S tatuten gutgeheissen. Teile der Statu ten sind Bestandteil 
des Subventionsvertrages; die Zustimmung des Gemein- 
derats steht aus. Die betrieblichen Verantwortlichkeiten 
und die Kostenverteilung zwischen der Stiftung Zürcher 
Kunsthaus (SZK) und der Zürcher Kunstgesellschaft 
(ZKG) wurden geregelt. Der Präsident informiert über die 
Evaluation zur Mehrwertsteuer- Unterstellung der SZK. 
Ziel dieser Abklärungen: die Vorsteuer von 8 % auf dem 
Spendenanteil der ZKG von CHF 88 Mio. auf den Bau- 
rechnungen zurückzuerhalten. Das Sparpotenzial für den 
Erweiterungsbau beläuft sich damit auf rund CHF 6 Mio. 
Die Eintrittspreise werden um 2,5 % erhöht und auf den 
nächsten ganzen Franken aufgerundet. Dadurch erhöht 
sich die rückforderbare Quote der Vorsteuer von 20 % auf 
35 %. Ein Unterstützungsgesuch für die Sanierung IT wur- 
de beim Lotteriefonds eingereicht; die Et appe Sanierung 
Telefonie konnte begonnen werden . 
29. NOVEMBER 2016 
Das neue Geschäftsmodell mit dem Organisations- 
reglement wird implementiert und das Pflichtenheft für 
die zu schaffende vie rte Position in der Geschäftsleitung 
«Leiter Verkauf und Services» wird erarbeitet. Im neuen 
Bereich werden folgende Abteilungen vereint: Mitglied- 
schaften, Besucherservice, Empfang, Telefonzentrale, 
Shop, Vermietungen, Veranstaltungen. Dr. Conrad M. 
Ulrich führt durch die Hochrechnung 2016; das Budget 
2017 wird vorgestellt und verabschiedet. Die Bauarbei- 
ten gehen zügig voran, 80 % aller Vergaben sind erfolgt. 
Die höheren Kosten der Archäologie war Thema in allen 
Gremien. Zur Finanzierung der Kunsthaus-Erweiterung: 
VORSTAND UND KOMMISSIONEN
	        
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