metti 1945 angesichts der Wirklichkeit ergriffen hatte und auf die
er sich in seinem Text ‹Le rêve, le Sphinx et la mort de T.› be-
zieht».1
Das Blatt selbst ist unten rechts mit dem Signaturstempel
signiert, aber nicht datiert. Während James Lord es in das Jahr
1940 setz te, bevorzugt Agnès de la Beaumelle eine Datierung um
1945 –1947; Christian Klemm datiert die Zeichn ung
«1945?».2
De
la Bea umelle weist auf die E xistenz zweie r stili stisc h verwandter
Blätter mit dem gleichen Motiv hin, von denen das eine auf 1947
datiert ist. Zu d iesem not iert Christian Klemm im Hinb lick auf un-
ser Blatt: «Eine 1947 datierte Zeichnung zeigt exakt die gleiche
Situation in dem inzwischen flüssi ger gewordenen
Stil.»3
Ob nun
in der Tat nach Giaco metti s Rückk ehr nach Paris entstanden, oder
– wie es aufgrund der noch sehr kristallinen Darstellungsweise
nicht ganz unmöglich scheint – doch ber eits 1940 /1941
4
: das Blatt
zeigt das Atelier äusserlich als prekären, leeren Ort, den der
K ünstler auf der Zeichnung aber energetisch stark zu verdichten
verma g.
Philippe Büt tner
1 Albert o Gia comett i, Le dessi n à l ’œuvr e, Ausst.-Kat. Centre National d’Art et de Culture
Georges Pompidou Pa ris, hrsg. von Agnès de la Beaumel le, Paris 2001, S. 126 und
Nr. 79, S. 229, hier S. 229 (Überset zun g des Verfassers). Der erwähn te Text von Giacometti
erschien 1946 in der Z eits chrift «Labyrinthe».
2 Albert o Giacomet ti (wie Anm. 1), S. 229, dort auch der Nachweis von Lords Datierung. Zur
Datierung von Klemm: Alberto Giacometti, Ausst.-Kat. Kunsthaus Z ürich / The Muse um of
Modern Art New York, Züric h / Berlin 2001, S. 273, Nr. 82 und Abb. S. 139. In der «Alberto
Giacometti Database» hat das Werk die N ummer AGD 4185 und wird ohne weitere Präzi-
sierung in die 1940er-Jahre dat iert (dort zudem eine weitere Angabe zur Ausstellungsge-
schichte).
3 Albert o Giacometti (wie Anm. 2), S. 273.
4 Eine von de la Beaumel le (wie Anm. 1, S. 228, Nr. 74 und Abb. S. 122) in die Jahre 1942 –1943
gesetzte Zeichnung eines Interieurs, bei der sie u. a. die V erwendun g von Leere und aus ra-
die rten Stellen hervorhebt (die sich übrigens auch auf unserem Blatt finden) , scheint auch
in der Verwendung von verdichteten Lineamenten der Arbeitsweise in unserem Blatt nicht
ganz unähnlich zu sein; auch dies, stimmt die Datierung, vielleicht ein Hinweis, dass unser
Blatt bereits spätestens Ende 1941 entstanden sein könn te.