Volltext: Jahresbericht 2020 (2020)

79 ZÜRCHER KUNSTGESELLSCHAFT 
chen Arbeiten, zur gesellschaftlichen Verantwortung, 
der Bewahrung, Vermittlung und Erneuerung. Christoph 
Becker nimmt diese Verantwortung wahr, indem er mit 
seinem Team und Programm auf sich grundlegend wan- 
delnde soziale und technologische Bedingungen reagiert. 
In den letzten Jahren stechen die Schritt für Schritt er- 
höhten Subventionen hervor, die den Bedarf für das er- 
weiterte Kunsthaus proportional zum Baufortschritt und 
dem Ausbau des Betriebs decken. Im Berichtsjahr waren 
dies CHF 1.3 Mio. Und das ist zusätzlich zu der jährlich 
wiederkehrenden Unterstützung in Höhe von CHF 8.3 Mio. 
Die Projektunterstützung des Kantons kam der Sicherheit 
und technischen Infrastruktur zugute. Das Bundesamt 
für Kultur überwies einen sechsstelligen Betrag für die 
Provenienzforschung. Damit konnte ein öffentliches wie 
privates Anliegen geregelt werden. Es entsteht Trans- 
parenz. Das BAK hat einen Fonds für Schweizer Muse- 
en bereitgestellt. Wissenschaftliche Erkenntnisse wer- 
den leicht zugänglich. Das Kunsthaus hat Gemälde und 
Skulpturen online gestellt und treibt die Recherchen in 
der Grafischen Sammlung voran. Provenienzforschung 
ist auch in dieser Gattung angezeigt: Die schiere Menge 
der über 100 000 Positionen in der Grafischen Sammlung 
scheint zunächst unübersichtlich, aber man wird in den 
entscheidenden Phasen der Erwerbungsgeschichte bald 
F ortsch ritte machen. Die Finanzierung des Betriebs durch 
die öffentliche Hand ist auch weiterhin durch die Subven- 
tionen gesichert. Der Grossteil des privaten Sponsorings 
fliesst ins Ausstellungsprogramm. Vorstand und Direktion 
dankten insbesondere der Credit Suisse. Seit bald drei s- 
sig Jahren nimmt die Bank als Partner des Kunsthauses 
ihre Verantwortung wahr. Sie verhilft damit der Öffentlich- 
keit zu Kunsterlebnissen, unterstützt Ausstellungen wie 
«Matisse – Metamorphosen» und den Tag der offenen Tür 
mit einem hohen sechsstelligen Betrag. Gedankt wurde 
der ebenso veran twortu n gsbewu ssten Swiss Re – Partn e- 
rin für zeitgenössische Kunst, für ihre Bereitschaft, Pro- 
jekte des Kunsthauses grosszügig zu unterstützen. 2019 
waren dies zwei Ausstellungen – «Fly me to the Moon» 
und «Guillaume Bruère». 
Immer wieder sind es Zuwendungen von Firmen, Stif- 
tungen und privaten Donatoren, welche die Kunsthaus- 
Leitung erfreuen und die den Besuchern den ersehnten 
Mehrwert und auch Spannung bringen. Von der Scholz 
Stiftung du rfte ein si ebenstel l iger Betrag für einen Kunst- 
ankauf verbucht werden. Das Tizian zugeschriebene Werk 
gab mehr zu reden als manches andere Meisterwerk, das 
dem Kunsthaus von diese r Stiftung schon offeriert wurde. 
Es war der langjährige Sammlungskonservator, Christian 
Klemm, der sich für diese Unterstützung beim Ankauf 
stark machte. Der Präsident dankte und drückte seine 
Anerkennung den ehrenamtlich im Vorstand arbeitenden 
Mitgliedern aus. Keiner erhält dafür eine Entschädigung, 
und sie nehmen viele strategische und politische Aufga- 
ben wahr. Dank erhielt auch die Stiftung Zürcher Kunst- 
haus, welche die Liegenschaften verwaltet und instand 
hält, für die gute partnerschaftliche Zusammenarbeit. 
Allen Mitarbeite rinn en und Mitarbeite rn dank te der Präs i- 
dent im Namen des Vorstandes für ihren grossen Einsatz 
in einem durchaus schwierigen Umfe ld. Sie seien kreativ, 
optimistisch und loyal gegenüber der Institution. Zuletzt 
dankte Walter B. Kielholz den Mitgliedern der Zürcher 
Kunstgesellschaft für ihr Vertrauen in das Kunsthaus: für 
ihre Neu gier und Zuneigung, aber auch für wohlmeinende 
Kritik, die dem Vorstand und der Direktion zeigt, wie nahe 
allen ihr Kunsthaus – seine Gegenwart und Zukunft – ist! 
Der Jahresbericht und die Jahresrechnung (mit einem 
geringen Verlust) wurden von der Generalversammlung genehmigt.
	        
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