Volltext: Jahresbericht 2020 (2020)

80 ZÜRCHER KUNSTGESELLSCHAFT 
VORSTAND 
25. MAI 
Die Ausstellung mit Olafur Eliasson lief höchst erfolg- 
reic h. Sehr zum Bedauern vieler Besucherinnen und Be- 
sucher musste das Museum ab Mitte März geschlossen 
bleiben. Das Kunsthaus war vorbereitet und hatte die 
Kommunikations- und Einsatzpläne bereits im Februar 
erarbeitet. Das Personal an der Front (Aufsicht, Kasse, 
Shop und Reinigung) war zwei Monate in Kurzarbeit. 
Die Mitgliederzahl ist dank dem Besucherstrom zur Prä- 
sentation von Olafur Eliasson um 18 Proze nt angewach- 
sen. Der Museumsshop hat guten Umsatz verzeichnet. 
Der Jahresabschluss wurde per Zirkularbeschluss im 
März genehmigt. Der Fünfjahres-Finanzplan musste im 
Frühjahr überarbeitet werden . Die Einfache Gesellschaft 
Kunsthaus-Erweiterung hat in der Zwischenzeit ein Save- 
the-date für die Schlüsselübergabe am 11. Dezember 
verschickt. Das ganze Gebäude geht schrittweise in den 
Besitz der Stiftung Zürcher Kunsthaus über. Die Zustän- 
digkeiten und Verantwortlichkeiten sind in einem Schnitt- 
stellenpapier definiert. Erfreuliche Nachrichten aus dem 
Gemeinderat, der dem Antrag zur Unt erst ützung des IT- 
und Telefonieprojektes mit CHF 2.932 Mio. zugestimmt 
hat. Auch die Anpassung der Sicherheits- und Fluchttüren 
im Bestand in Höhe von CHF 1.196 Mio. wurde gutgeheis- 
sen. Der Präsident dankt auch im Namen des Direktors 
für die Unterstützung die ses langwierigen Projektes. 
Die Eliasson -Ausst el lu ng nicht wied erzuer öf fnen war keine 
leichte Entscheidung, denn die Inszenierung des Bührle- 
Saals hat mit insgesamt 111 000 Besuchern (57 Prozent 
mehr als im Januar 2019) in nur zwei Monaten sehr gros- 
sen Anklang gefunden. Aber mit diesem Schritt können 
alle anderen Ausstellungsprojekte 2020 stattfinden, wenn 
auch ze itversetz t. Es gibt keine Absagen, aber eine durch- 
aus anspruchsvolle Umplanung aller Leihgaben unter 
schwierigen Bedingungen. Für die beiden Schliessungs- 
mona te wurden den Mitg l iedern Kompensationen offerie rt 
(u.a. «bringe einen Gast» von Mitte Mai bis Mitte Juli). Auf 
der Website wurden die digitalen Angebote, die Sammlung 
online und viele Videos prominent platziert. 
Hans Peter Meier wurde als Vizedirektor und Leiter der 
Abteilung Finanzen & Rechnungswesen und Betriebe ver- 
absch iedet. Er bleibt dem Kunsthaus Zürich aber als Con- 
troller bis sicher zur Eröffnung der Erweiterung erhalten. 
1. SEPTEMBER 
Die Giacometti-Sammlung wird im Zwischengeschoss 
Müller-Bau neu eingerichtet. Eine Donation macht diese 
Veränderungen und den Ersatz der Leuchtmittel möglich. 
Auch die anderen Sammlungsräume im Moser - und Müller - 
Bau werden nach und nach umgestaltet im Hinblick auf 
die Einrichtung des Erweiterungsbaus. 
In der ers ten Hochrechnung 2020 führen die stark zurück- 
gehenden Eintritte zu Mindereinnahmen in allen Berei- 
chen. Bei den Vermietungen sind zahlreiche Verschiebun- 
gen im September und Oktober gep lant und eine leichte 
Erholung zeichnet sich ab. Stadt und Kanton gehen die 
Kontextualisierung der Sammlung Emil Bührle mit einem 
Forschungsauftrag an die Universität Zürich an, jedoch 
kommt es bei der Veröffentlichung zu Verzögerungen. 
24. NOVEMBER (per T elefonkonferenz) 
Aus der Einfachen Gesellschaft Kunsthaus-Erweiterung 
(EGKE) wird berichtet, dass der Zeitrahmen der Ba upla- 
nung und die Fertigstellung der Erweiterung eingehalten 
werden. Die Schlüsselübergabe am 11. Dezember 2020 
wird auf ein virtuelles Format angepasst. Physisch an- 
wesend werden nur die Redner, EGKE-Mitglieder und die 
Medien sein. Der Forschungsbericht von Prof. Mathieu 
Leimgruber, «Kriegsgeschäfte, Kapital und Kunsthaus 
– Die Entstehung der Sammlung Emil Bü hrle im histo- 
rischen Kontext», liegt vor und wurde an einer Medien- 
VORSTAND UND MUSEUMSBEIRAT
	        
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