6 VORWORT DES PRÄSIDENTEN
mit dem Musée d’Orsay und anderen renommierten Partnerinsti-
tutionen möglich wurde.
Der Chipperfield-Bau wird angenommen und ist beliebt,
nicht nur wegen seiner eleganten Grosszügigkeit, auch seine
Funktionalität bewährt sich für zeitgemässe Präsentationen und
Ausstellungen. Intensiv genutzt werden die Räume der Kunstver-
mittlung und die Vermietungen des Festsaals und des Foyers
Haefner laufen erfolgreich.
Der Beginn der Amtszeit unserer neuen Direktorin Ann
Demeester am 1. Oktober hatte grosse Resonanz in den Medien
und in der Öffentlichkeit. Am 14. November verabschiedeten wir
uns von Christoph Becker mit Dankbarkeit für die Realisierung
des Erweiterungsbaus unter seiner Ägide. Die neue Leitung
machte sich sofort daran, die Zukunft des Museums vorzuberei-
ten. Gemeinsam mit dem Vorstand wurde eine Provenienzfor-
schungsstrategie für die eigene Sammlung in Angriff genommen,
die dem Kunsthaus helfen wird, noch intensiver zu forschen und
proaktiv mit den Ergebnissen dieser Forschung umzugehen.
Ausserdem wurde mit den Vorbereitungen begonnen für eine
neue Ausstellung der Sammlung Bührle im November 2023 sowie
für erfrischend spielerische Künstlerinterventionen in unserer
Sammlung ab Herbst 2023. Daneben galt es, diverse Krisenherde
als Chance zu begreifen.
Der relativ kleine, aber heftige Brand in einem Technikraum
im Erdgeschoss des Bestandsbaus Anfang August hatte zur Folge,
dass Teile des Gebäudes verraucht waren. Der Pfister-Bau war
nicht betroffen. Neben Reinigungs- und Sanierungsarbeiten lief
sofort ein grosses Restaurierungsprojekt an, das im Frühjahr 2023
mit der Wiedereröffnung des Müller- und Moser-Baus abgeschlos-
sen sein wird. Fast 700 Werke mussten abgehängt oder verscho-
ben, vorübergehend zwischengelagert und gereinigt werden. Da
fast alle Gemälde verglast sind, entstanden keine gravierenden
Schäden an den Werken, jedoch benötigten die Skulpturen einen
höheren Reinigungsaufwand. Während der Reinigungsarbeiten