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und für den Ausstellungsbau, in den Shops und für die
Kasse sowie vorübergehende Doppelbesetzungen in der
Geschäftsleitung zurückzuführen.
Die Reduktion des Sachaufwands ist durch brandbedingte
Rückstellungen von rund CHF 380 000 in 2022 sowie ge-
ringeren Aufwand für Betriebsmaterial erfolgt.
Der Warenaufwand für die Shops reduzierte sich umsatz-
bedingt um CHF 129 852.
Im sonstigen Betriebsaufwand verzeichneten wir höhere
Abgaben aus dem Vermietungsgeschäft (Umsatzmieten)
an die Stiftung Zürcher Kunsthaus von + CHF 143 525,
einmalige Unterstützungsbeiträge an die Pop-Up-Gastro-
betriebe im Kunsthaus-Restaurant von CHF 110 000, Kosten
für das Projekt «Brand Identity» von CHF 204 000, welche
durch einen Fonds gedeckt werden, sowie höhere Kosten
für Ausstellungen von CHF 200 000.
Die Abschreibungen liegen aufgrund höherer Anschaffun-
gen mit CHF 16 583 leicht über dem Vorjahr.
Im Gegensatz zur Zunahme Vorjahr (+ CHF 237 392) haben
unsere Fonds im Berichtsjahr um – CHF 676 599 abge-
nommen. Details zu unseren Fonds entnehmen Sie bitte
dem Anhang Ziff. 5. Erstmalig konnten ergebnisbedingt
keine Äufnungen in den Sammlungsfonds aus Mitglieder-
beiträgen gemacht werden (Soll CHF 395 000).
BILANZ
Die Kunstgesellschaft verfügt weiterhin über eine gute
Liquidität. Die Veränderungen der Flüssigen Mittel sind
aus der Geldflussrechnung ersichtlich (S. 108). Die «akti-
ven Rechnungsabgrenzungen» erklären sich durch tiefere
Projektabgrenzungen über den Jahreswechsel (Ausstel-
lungen 2024 etc.).
Die Zunahme der «Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen gegenüber Nahestehenden» ist auf die Ver-
rechnung von höheren Nebenkosten durch die Stiftung
Zürcher Kunsthaus zurückzuführen im Zusammenhang
mit der Benützung der Museumsbauten.
Das Passivum «Mitgliederbeiträge Folgejahr» ist aufgrund
eines früheren Versands der Zahlungserinnerungen sowie
höherer Mitgliederpreise gegenüber dem Vorjahr leicht
gestiegen.
Nach dem starken Anstieg der Passiven Rechnungsab-
grenzungen im Jahr 2022 infolge der zu erwartenden
Kosten im Zusammenhang mit dem Brandereignis konn-
ten diese 2023 wieder reduziert werden. Demgegenüber
haben allerdings die Rückstellungen als Folge von höhe-
ren Verpflichtungen für Gleitzeit- und Ferienguthaben per
31.12.2023 etwas zugenommen.
Mit dem erneuten Verlust im Berichtsjahr wächst das ne-
gative Vereinsvermögen auf – CHF 4 455 590 an. Der Vor-
stand der Kunstgesellschaft ist sich bewusst, dass dieser
Verlust in den kommenden Jahren ausgeglichen werden
muss. Nähere Ausführungen dazu finden Sie im Anhang
zur Jahresrechnung Ziff. 12.
Auch in diesem Jahr möchte ich an dieser Stelle den öf-
fentlichen Geldgebern (Stadt und Kanton Zürich) sowie
allen unseren Sponsoren und Gönnerinnen für die gross-
zügige finanzielle Unterstützung im Berichtsjahr – auch
im Namen des Vorstands und der Mitarbeitenden – sehr
herzlich danken.
Conrad M. Ulrich, Quästor