einer Freizeit industrie verstehen, die im Zeichen des Massenkon-
sums für sozialen Ausgleich sorgt, doch führen wir einen immer
aussichtsloseren Kampf mit den Auswirkungen des Tourismus auf
die Umwelt. Diese Serie, an der Monk seit 1995 kontinuierlich ar-
beitet, führt darüber hinaus auch eine Art Verkaufsgespräch mit
dem Kunst publikum, indem der Preis des Gemäldes als Motiv
ebendieses Gemäldes erscheint (wobei auch hier wie im Pauschal-
tourismus Dumpingpreise aufgerufen werden). In der Möglichkeit,
das Gemälde zum selben Preis zu erwerben wie der darauf gemal-
te Preis, wirft Monk mit einem Augenzwinkern die Frage auf, ob
sich eher eine Reise oder ihre Vorstellung davon «lohnt». An die-
ser Stelle nicht unerwähnt bleiben darf Harald Szeemanns un-
schätzbar wertvoller Beitrag als Kurator des Pavillons der
Schweizerischen Nationalbank bei der Expo.02: «Geld und Wert
sind grundverschiedene, miteinander korrelierende Grössen. […]
Werte sind Investitionen in die Kreation als Mehrwert und gestat-
ten dem Scheitern Dauer. Nicht von ungefähr legen Banken Kunst-
sammlungen an, das Kapital investiert in ein
Ich.»1Cathérine
Hug
1 Harald Szeemann, «Werte», in: Schweizerische Nationalbank (Hrsg.), Geld und Wert /
Das letzte Tabu, Zürich 2002, S. 14.