Volltext: Jahresbericht 2023 (2023)

61 AKTIVITÄTEN 
-   Die Dramaturgie der Ausstellung spannt einen Bogen von 
der Vergangenheit bis in die Zukunft. 
-   Die Ausstellung basiert auf einem zweiteiligen Ausstel- 
lungsaufbau, im Rahmen dessen Themenräume mit Räu- 
men mit chronologischer Hängung kombiniert werden. 
Die Ausstellung wurde im November des Berichtsjahres er- 
öffnet und war das Resultat einer intensiven Team-Arbeit. 
Die Ausstellung präsentiert sich als Kombination einer 
Kunstausstellung mit einer multimedialen und vielstimmi- 
gen Präsentation und Diskussion historischer Inhalte. Sie 
skizziert den historischen Kontext, in dem die Sammlung 
Emil Bührle entstanden ist und bringt auch die enge Ver- 
flechtung der Zürcher Kunstgesellschaft mit Emil Bührle 
zum Ausdruck. Sie zeigt den jetzigen Stand der Forschung 
zur Geschichte von einigen Werken auf, die jüdischen 
Sammlerinnen und Sammlern gehörten, die Opfer der NS- 
Verfolgung wurden. 
Die Ausstellung versteht sich als ein erster Schritt in ei- 
nem längeren Prozess. Sie beginnt in der Vergangenheit 
und endet mit Fragen nach der Zukunft. Dabei werden in 
Audio- und Videobeiträgen unterschiedliche Positionen 
präsentiert. Einen hohen Stellenwert hat die Einbeziehung 
der Besuchenden. Eine digitale Besucherumfrage und eine 
spezielle Wand im letzten Raum der Ausstellung, an der die 
Besuchenden ihre Fragen und Meinungen platzieren kön- 
nen, bieten dazu Gelegenheit. Wer die Ausstellung besucht, 
wird somit Teil des Prozesses, in dem das Kunsthaus sei- 
ne gesellschaftliche Rolle überdenkt. Im Rahmen von re- 
gelmässigen Angeboten unter dem Titel «Das Kunsthaus 
hört zu» sind die Mitglieder des Ausstellungsteams in der 
Ausstellung präsent und offen für das Gespräch mit den 
Besuchenden. 
Die Ausstellung verläuft in drei Phasen. Eröffnet im Novem- 
ber 2023, erfährt sie im Frühjahr 2024 anhand eines Rah- 
menprogramms eine weitere inhaltliche Vertiefung. Nach 
der Veröffentlichung des Schlussberichts des Historikers 
Raphael Gross im Sommer 2024, der aktuell die Proveni- 
enzforschung der Stiftung Sammlung E. G. Bührle über- 
prüft, folgt eine dritte Phase. 
Philippe Büttner, Mitglied des Kernteams
	        
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