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Aufnahme von kunsttechnologischen Erkenntnissen in
die Museumsdatenbank einzuführen. Eine besondere He-
rausforderung stellte die Erhaltung des Werkes «Three
Windows – Hommage à Robert Lax» von Nicolas Humbert
und Werner Penzel dar, bei dem die 25-jährigen Compu-
ter-Festplatten gesichert werden mussten. Diese techni-
sche Schwierigkeit führte zu einer dynamischen und in-
terdisziplinären Kollaboration mit Experten aus der Tate
in London und der Cinémathèque suisse in Lausanne. Die
enge Zusammenarbeit zwischen der Medienrestaurierung
und der AV-Technik war nach wie vor der Schlüssel zum
Erfolg vieler unserer Projekte. Besonders spannend wa-
ren die Vorbereitungen und Umsetzungen von Präsen-
tationen von Medienkunstwerken mit ihrer historischen
Technik. Das Kunsthaus Zürich präsentierte eine 16mm-
Filminstallation von Marcel Broodthaers sowie eine
35mm-Filmarbeit von Manon de Boer und George van
Dam. Beide Werke benötigten den Einsatz von analogen
Filmloopern, die sowohl in der Bedienung als auch in der
Wartung wiederkehrende Herausforderungen darstellten.
In Vorbereitung auf die Präsentation der partizipativen In-
stallation «Wer schläft zuerst» von San Keller wurde ein
ausführliches Gespräch mit dem Künstler geführt, um
die Modalitäten der Werkpräsentation und Aspekte der
Langzeiterhaltung zu definieren. Zum Schutz des origi-
nalen Werks wurde beschlossen, eine Ausstellungskopie
des Bettes anzufertigen. Dafür wurde ein neuer Druck des
originalen Stoffs produziert. So konnte sich das Publikum
der «Zeit»-Ausstellung sorglos auf das Bett legen, um
darauf – wie vom Künstler beabsichtigt – einzuschlafen.
Kerstin Mürer, Leiterin Restaurierung