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Bestände der Kunsthaus-Sammlung. Die in Oslo tätigen
Kunstschaffenden Ida Ekblad (*1980) und Matias Fald-
bakken (*1973) inszenierten nach einer ersten erfolgrei-
chen Präsentation 2023 im Moser-Bau das zweite Kapitel
ihres «ReCollect!»-Beitrags im Chipperfield-Bau. Dort
stellten sie eines ihrer Lieblingswerke aus der Samm-
lung – Francis Picabias «Cure-dents» (um 1924) – vier
bemalten, grossformatigen Bronzeskulpturen von Ekblad
gegenüber. Die räumliche, aber auch zeitliche und ideel-
le Nähe und Distanz zwischen den beiden künstlerischen
Positionen wurde schliesslich durch eine buchstäbliche
Intervention von Faldbakken «vermessen» und damit au-
genzwinkernd anschaulich gemacht.
Einen ganz anderen, nicht minder eigensinnigen Zugang
zur Sammlung wählte die in New York und Tanger le-
bende Künstlerin Yto Barrada (*1971). Für «ReCollect!»
stellte sie die Regel auf, nur Werke zu präsentieren, die
1971, ihrem Geburtsjahr, entstanden sind. So verwob sie
unter anderem Arbeiten von Frank Stella, Dieter Roth
und Robert Ryman mit ihrem eigenen, multidisziplinären
Schaffen zu einem assoziativen, mehr als ein halbes Jahr-
hundert umspannenden Dialog. Getragen von Zufall und
bewusster Auswahl gleichermassen, entziehen sich die
ausgestellten Werke einer chronologischen Lesart und
lenken den Blick stattdessen auf die Beziehung zwischen
persönlichen Geschichten, historischen Prozessen und
zyklischen Naturphänomenen.
Eingeweiht wurden die Präsentationen durch zwei Artist
Talks, in denen die Kunstschaffenden dem Publikum Ein-
blicke in ihre Arbeitsprozesse gewährten und von ihren
Erfahrungen im Umgang mit der Kunsthaus-Sammlung
berichteten.
Unterstützt durch The Leir Foundation.
Laura Vuille, wissenschaftliche Mitarbeiterin und
Kuratorin dieser Ausstellung