Full text: Anthologie Dada (4/5)

eolsharfe 
vor den kunkelstuben jagen die löwen 
spinnen und prinzen ungeheuer aus salz 
und blumen die spinnen jagen die prinzen 
die prinzen gleiten die jagenden löwen in 
blumen die spinnen jagen die Spinnerinnen 
die löwen sind ürigehëüer die spinnen sind 
aus salz die prinzen sind blumen 
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die edelfrau pumpt feierlich wölken in säcke 
äus leder und stein lautlos winden riesen- 
kräne trillernde lerchen in den himmel die 
sandtürme sind mit wattepuppen verstopft 
in den schleusen stauen sich ammonshörner 
diskusse und mühlsteine die schiffe heissen 
hans und grete und fahren ahnungslos weiter 
der drachen trägt die inschrift kunigundula 
und wird an der leine geführt den Städten 
sind die füsse abgesägt den Kirchtürmen 
nür volle bewegungsfreiheit in den kellern 
gegeben darum sind wir auch nicht ver 
pflichtet die krallen hörner und Wetterfahnen 
zu putzen 
es sei höchste zeit augustinus sperr den 
riegel vor den Springbrunnen dann das 
brennende dorf zuckt an der kefte dann der 
bogenschütz trifft das herz der kukuksuhr 
dann der reife löwe springt mit rosen im 
maul auf cjen tiscli h’afs geeichte Vulkane 
so klafftern eremiten darin hats fliessende 
vögel so beginnt das Interregnum zwar 
wächst der kukuk und füllt den wald aus 
und aus dem kraal bricht es mit brennenden 
flammen viel rote zahn und laufhufen sirigen 
innerlichst mit gfocken stürzt nackt 'und 
wimmernd ohne windel auf den sternigen 
boden mit weichen kugeligen köpfen und 
wasserstecken welcher ist gestiegen wie der 
sonne aufgang in seinem kleinen finger 
das nackte körperlein in tauwannen spürt 
die kühlen schleifen der bfünnèn in ihren 
grünen himmeln über den Hügelketten laut 
los poltern vögel zu Häupteii den "grossen 
hèimzug der sterne in weiten Schleiern \vie 
himmlische ’ bräiite zur tiefe spüren und 
spielen' gewèi'he steigen mit tätowierten 
schiffsrümpfen aus tnküHabefn dä ist ein 
pegel eilte glockeftspeiS 'inelkÖ b’ienè’n säe 
Hasen und stürz aus den obengrünfriechen 
weiden die Schwalbenschwänze ürid heiö- 
niSdieh Schreie 1 " 1 r 1 ' 
und spitzen die flammen und den schu von 
dein ‘Vögel hats geftiifen' u'hd tärti auf glas- 
sfliîèn nicht ‘üftf die fütfdtrng der^erde mtfss 
äugen anzünden mit schwarzen kübeln nasen 
drachen Wegweisern Stangen nebst leitern 
auf dem federbuckel voll klingei klager 
klapperbrett da kommt dr Stimmer wir wollen 
hihii Singen noch trumbei kommt auch ein 
seraphinmanner riecht nach violet als hat 
er in einem fadendünnën dunkeln pump- 
brunnen gelegen und hat jedes haar durch 
ein kubismatisches goldklötzlein gezogen 
dann trifft er mit dem kopfbrust das spatz- 
brett dann fällt die nachtleiter um und 
sprizt griilenäugen lichtstöcke und sonnen 
kugeln 
aus karaffen bläst der schwarzgefärbte welt- 
geist gleicher windsbeinen ist ausgespannt 
wie flösse und flügel in wasser und luft dass 
er sich vermaledeit Verweser jongleurer seiner 
knochenstangen wattebrücken der früchte 
der vögel über himmel rollt und steuersteine 
wie eine orgel dreht also steigen wir aus 
ihm kein haschen hat uns mehr und messen 
zwölf scheffel schatten drei eilen eulen und 
sind fadentief rosengrass er hat den schwan 
verführt er hat die waàserscheide umgestellt 
er macht kein blumen noch federlesens er 
trägt ein fässchen aus glas 
sein kinderhut tanzt um die sonne in seiner 
koje gurren taubeh auf dem lichtstrahl aus 
seiner nase steigen spielbälle und entkettete 
falken und mit vernehmbaren donnern rollt 
mutter natur aus dem tannenbaum wagfass 
aus dem atlas gelöscht mit verhirschtem ast 
und hüpft auf die Schwebebahn der vögel 
und gurrt in dem höhlen Stern gegen das 
pendel Wanderungen und glockenspeiseiied- 
lein ankert mit luft und glocken am kühlen 
rand siner quellen hebts kelchlin hin und 
her und treuert und bekünnt sini wis und 
immer mehr zeit und hat doch keine zeiger 
auf viel zeit noch das ticken der tiere noch 
den Wechsel der stunden und särge 
die könige kämmen wälder zucken bezechte 
vögel und reiten verschont auf eisernen 
spazierstöcken in die thermen die wachsen 
den tiere tanzen auf gläsernen koturnen 
die Stämme messen sich ihre vögel an die 
gegeisselten vögel verbluten im säulenhof 
die flüsse springen wie böcke in ihr zeit 
peitschen knallen und aus den bergen kom 
men die schwer gescheitelten schatten der 
hirten ' schwarze eier und narrenschellen 
stürzen von den bäumen gewitter pauken 
und trommeln bespringen die ohren des 
esels flügel streifen blumen quellen regén 
sich iri dfen äugen der eber
	        

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