W. Helbig 
2 Die letzte Enttäuschung? Wenn die Illusion, lllusionsfrei zu sein, als solche sich her 
ausstellt. (Schwülstes Eitelkeitsmanöver : sich dümmer und schlechter stellen, als man 
sein möchte, um der Eitelkeit zu frönen, nicht eitel zu sein. Mißlingt gräßlich.) . . . 
Der Gipfel der Naivität? Wenn jemand mit einem Schlag die (ogottogotto) — Wahrheit 
erfahren will. (Schließlich ist aber eine Ohrfeige doch nur ein verzweifelter Annäherungs 
versuch. Auch wirken unechte Tränen oft echter als — unechte.) . . . Zwei Scherzfragen? 
Nicht doch. Zwei Bracelets. 
3 Eine vorzügliche Zigarette durchaus erforderlich . . . Sämtliche Symptome des schlech 
ten Gewissens (bim!), der Schuld (bam!) wie tiefes Erröten, Erbleichen, Stottern, unsteter 
Blick, Zwang zum Sprechen von dem, was verrät etc. pp. Quatsch treten, wenn die Sensi 
bilität (Mangel an Beherrschung des hohen Idioms) einen sehr großen Grad erreicht, 
lediglich auf Grund dieser Sensibilität ein, welche sie zu den augenbhcks erkannten Mög 
lichkeiten so schnell antizipiert, daß sie sich ihrer faktisch nicht mehr zu erwehren ver 
mag (oder dies gar nicht mehr mag: der Zustand ...)... Dieses längere Satzgebilde dem 
ohnedies schon überstatthchen Bankrutt der Psychologie so leichthin noch nachgespien !
	        
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