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nicht vernichtet werden. Immer wieder richtet er sich weithin sichtbar
auf in Einzelnen und in kleinen Gruppen, den Frühen, den inspirierten
Eingeweihten der menschlichen Freiheit, jenen die nie Vergleiche mit der
Macht des Ungeistes schlossen, und die, märtyrerhaft geschmäht und ver
folgt, noch im quallvollsten Tode verkündeten, daß sie Söhne der Idee waren.
Es gibt nichts, das heute allen Menschen der Erde, allen, so klar
geworden ist, als die Idee der Freiheit, der Bruderschaft und des Mit
menschentums. Dieser Erde ist es so unglaublich schlecht gegangen, sie
hat so nichts mehr zu verlieren, sie ist so verschwistert mit der Verzweif
lung, daß endlich auch der Träge und Böswillige als Heilung erkennt,
was früher nur erhabene Seelen, unter aller Gefährdung ihrer Sicherheit,
in eine stählern feindliche Welt zu künden wagten.
Wen schaudert der Rückblick nicht? zu sehen, daß durch Jahrhun
derte unsere Brüder gehetzt, gemartert und als tolle Störer der Gesellschaft
ums Leben gebracht wurden, Menschen, deren Gemeinschaftspläne (um nur
einen zu nennen: Thomas Morus) wir längst als selbstverständlichste Vor
aussetzung nehmen, während das Chaos ihrer Zeit uns als irrsinnig er
scheint.
Auf einem neuen Erdreich werden diesen die Heldenmale gerichtet
werden, und das Bruderhaus der Menschheit wird eine Gedenkschrift
haben: ,,Zum Gedächtnis der Wiedertäufer, hingerichtet für ihren Kampf
um eine bewußte Menschengemeinschaft aus dem Geiste.“ —
Es ist nicht Zeit, diese Revolution im Osten zu betrachten. Betrachtet
nur erst euch selber, ihr geübten Betrachter! Betrachtet eure Voreltern,
Eltern, Verwandten, Frauen, Bräute, Freunde — ob sie so gläubig mut-
voll hingegebene Kameraden einer Idee waren, wie die dort drüben lange
Jahre, erbittert und langmütig weiten Herzens! Betrachtet euch, ob ihr,
ohne Rentabilitätsversprechen, ob ihr geistig das gewagt hättet! Es ist
nicht mehr Zeit, zu betrachten.
Es ist Zeit, vor dieser Neuordnung des Ungeordnetsten sich auf sein
Gewissen zu besinnen. Auf die eigenen sittlichen Fähigkeiten. Auf den
eigenen Trieb zur unbedingten Hingabe an das Geistige. Auf die eigene
Kraft zur Entfaltung des Willens für die Idee vom Mitmenschen. Für die
Idee allein? Für die Tatsache vom Mitmenschen! Und welche Tatsache
kennt die Welt heute besser, als daß jeder Mensch das Recht auf Existenz,
Platz, Leben hat, nicht anders als du selbst. So weit sind wir endlich.
Selbst in den Regierungshäusern des Erdballs.
Es ist Zeit, das Wort vom Mitmenschen laut auszusprechen. Aber