Full text: Zeit-Echo (3(1917), 1. und 2. Maiheft)

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wer es spricht, der rechne erst ganz mit sich ab, der sei gleichgültig be 
reit, alles zu verlieren, erst dann wird sein Wort eine Schwingung und 
seine Idee der Gewinn eines Wagnisses. 
Wir alle, zu unsern Lebzeiten, werden noch das Ungeheuerste sehen. 
Die höchste Not der Menschheit wird ihre Gegenwage haben in der höchsten 
Verwirklichung von Paradiesträumen. Niemand von uns braucht mehr 
entmutigt zu sein. 
Es gibt für den Menschen keine innere Leere mehr. Jeder hat sich 
mit seinem Gewissen unter das Auge der Ewigkeit zu stellen und die 
Sekunde jedes Lebensmoments hinzugeben an die Verwirklichung der 
Mitmenschenfreiheit. 
Diese Idee ist wahrhaft und wirklich schon so stark in die Welt ge 
drungen, daß keine Kriegsmaschine ihr mehr ein tatsächlicher Gegner ist. 
Immer, wenn die Welt zwischen Dunkel und Licht schwebt, gibt es noch 
Wirrnis, und die Gewalt dringt im letzten Zucken vor, aber sieglos, nur 
im Todeskrampf. Es gibt keine Siege mehr. Vor dem Geist dieser neuen 
Menschheit werden die Heere zersplittern. 
Die Grde gehört zum Wien sehen, sie bildet einen organischen 
Weil des Wlenschen. Die ganze Grdhugel, wie sie im Wluge um die 
oTonne kreist, ist ein Weil, ein Organ des Wlenschen, jedes ein 
zelnen Wrenschen. 
Si/v/o Qeseff 
(Die natürliche Wirtschaftsordnung)
	        

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