VII. 
Mais rien ne peut exister, si l’on raisonne. 
HUYSMANS, 
La-bas. p. 85. 
Der Dadaismus lehrt gewissermaßen das Ideo- 
logisieren etc. in „allgemeinen“ — an sich also ge 
haltlosen und unbestimmt gelassenen — Größen; 
eine Technik, die als solche vergleichbar ist mit der 
Rechnung mit allgemeinen Buchstabengrößen (statt 
mit bestimmten, „natürlichen“ Zahlen), wie sie seit 
• • 
VIETA und DESCARTES in der Algebra allgemein 
üblich geworden ist. 
Keine Methode erscheint hier wie dort geeigneter 
zu zeigen, wieweit man mit den beiderlei Praktiken 
überhaupt kommt, als wie diese verallgemeinernde. 
Nur daß das Resultat in Bezug auf die Arithmetik 
wesentlich günstiger ausfällt, als in Bezug auf jeg 
liche Ideologie, mit deren wirtschaftlichen und 
psychologischen Profitlern, der Dadaist nunmehr 
scharf ins Gericht gehen und aufräumen könnte, wenn 
er es auf Weltverbesserung oder Aehnliches abgesehen 
hätte. . 
Dies ganz eigenartige Welt-désintéressement 
in seiner Einstellung ist das, was den Dadaisten vom 
Pseudo-Dadaisten unterscheidet. Letzterer ver 
wendet nur manchmal die Mittel des Ersteren, um 
• * » 
für oder gegen irgend etwas Objektives „vorzu 
gehen“. Daran liegt dem wahren Dadaisten gar- 
nichts.*) Ebensowenig verfolgt er melioristische und 
) Alle Einmischung des Dadaismus in Zeitfragen hat nur 
paradigmatische Bedeutung. 
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