Full text: Der Almanach der Neuen Jugend auf das Jahr 1917 (1)

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Nacken der Schlechten, der Unentwickelten, der Unterarten zu setzen, 
nicht mehr willens, mit ihnen, die nichts so sehr scheuen wie ihre 
Namen, die Herrschaft über diesen Planeten zu teilen. Durch alle Na*- 
tionen, alle ihre Schichten hindurch ist der »Genius« dieses Krieges, 
seinem Charakter entsprechend, der Würgengel der Besten gewesen, 
der besten Söhne überall, und der ungeborenen Söhne dieser Söhne. 
Fragt einen Arbeitgeber, wo immer Ihr wollt: seine besten Leute 
sind es, die er beklagt. Rache für sie, für alle Prediger in der Wüste, 
für alle jene Staatsmänner auch, die — hier und drüben — mit reinen 
Händen in diesen Krieg gerissen wurden, Rache für sie und ihren 
Gram. Ihre Erhebung und ißr Zusammenschluß ist die große Not* 
wendigkeit. Man sage mir nicht, daß es unmöglich sei. Ein Ruf dringt 
schon durch das Getöse. Wie mit Feuerzungen ist schon die Luft von 
den Stimmen der Dichter erfüllt. Inmitten welcher Drangsal, welcher 
Todesnot, aus ihren Gräben, ihren Gräbern ach! haben sie nach der 
Herrschaft des guten Menschen gerufen. 
»Sein ist die Kraft, das Regiment der Sterne.« 
Und es gilt nicht von Utopien zu reden. Es gißt keine Utopien. 
Er wäre denn nur ein Utopist gewesen, der nicht gekommen ist, den 
Frieden zu bringen, sondern das Schwert, und der gesagt hat: »Selig 
sind die Sanftmütigen, denn sie werden das Erdreich besitzen.«
	        

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