Setzt ihn den Zylinder auf. 
Der Kurfürsten-Dammdadaismus ist r bemalte Zylinderhut des gerne-einmal-Lustmörders George Groß. 
Zylinderdada Zerfrauenhack Edelschv Groß gerne einmal Zylinderlüftet antibourgeoisement pour les autres. 
2 Herzfelde = Pleite der Gesinnung 1 !a. 
Der blaue Ring == Reklameberatung >ring 10000 Franken, nicht — 0,000001 dada. 
H. Hoerle, M. Ernst. 
Legt ihn U ••••«••• 
in warmes WasserIII 
Raphael Ganga über expressionistische Photographie 
Hierzu 3 Aufnahmen 
Wiederholt sind in der lebten Zeit Photographien als „expressionistisch“ bezeichnet worden. Die 
Ursache für diese Benennung war nicht recht verständlich. Die diesmal vorgeführten Bilder zeigen jedoch 
tatsächlich Anklänge an die Zeichnungen expressionistischer Künstler. Schönheit und Verständlichkeit ge 
hören vorläufig nicht zu deren Programm. Auch auf den Photographien ist beides zu vermissen. Wie bei 
jenen Zeichnungen verwebt sich die Figur in den umgebenden Raum. Die Spieen strahlen wie Öl aus. 
Diese eigenartige Linienführung läßt sich nachträglich auf jedem fertigen photographischen Negativ erzeugen. 
Ein solches wird nach kurzer Einweichung der Schicht zuerst einige Minuten mit einer Lösung von Eisen 
chlorid behandelt. Dann kommt es in warmes Wasser. Darin bilden sich seltsame Runzeln in der Schicht. 
Sie sind mehr oder weniger den Konturen des Bildes angepaßt. Diese Runzeln erzeugen die Liniatur der 
Abdrucke. (Vergleiche dazu Katalog Nr. 61). 
• • Die Lach-Rackete. • • 
Definition: eine Lachrackete unterscheidet sich von den gewöhnlichen Racketen durch das beim Aufsteigen 
schrill-pfeifende Gelächter. Ferner tritt sie nicht zu Paaren, auch nicht als Kollektivum auf, sondern sporadisch, 
d. h. unvermutet für die, die sie hören sollen. Sie erfüllt dadurch den vollen Zweck ihrer ephemeren 
Existenz, Schrecken zu erregen. Daß sie nicht zur Belustigung da ist, trob ihres Gelächters, das wird sie 
beweisen durch die plöblichen taghellen Beleuchtungen sorgfältig gehüteter Dunkelheiten. Jeder Lebens 
komödiant sei also hiermit bedroht; und gewarnt nur insofern als er den Willen hat, selbst in seine 
Dunkelheiten zu leuchten. Tut er dies nicht und glaubt er seine Dunkelheitskomödien als Gleicher unter 
Gleichen mit Sicherheit fortseben zu können, so sei ihm hiermit erklärt: wir wissen alles, und wir werden 
alles sagen. Unsere Lachrackete wird ihn oft besuchen, und gerade dann, wenn er es nicht erwartet. Wir 
schonen nicht das zarte Geschlecht und nicht das unzarte Geschlecht, nicht den käuflichen Penis und nicht 
die käufliche Vagina, nicht den Schwindel des Weibes und nicht den Schwindel des Mannes und nicht den 
Schwindel der Familie. Die klugen Bürgerinnen und ihre Hurerei, die klugen Bürger und ihre bockhafte 
Geilheit soll eine jener Dunkelheiten sein, die die Lachrackete ausblibt. Die freie Zeugung, warum besteht 
sie nicht. Warum wird die Zeugung Vorwand zu Wucher, Betrug und Schurkerei, Männer und Frauen, 
die ihr darin groß seid? Es wäre besser, jedes Kind würde abgetrieben, damit das Weib einmal das tief- 
eingewurzelte Naturverhängnis überwände, ihr Freiheitsbedürfnis mit einem bürgerlichen Heim zu schüben. 
Freiheit sei das Kostbare, Heilige, Mutige, das gänzliche Unmaskierte. 
Wenn ein Mann sich aber ein Hauskaninchen hält und mit dem Kinder heckt, er aber außerdem ein Libertin 
ist, und wenn er dabei den spießigsten Hintergrund und das erbärmliche Behagen des Philisters nicht ent 
behren kann, so gehört eben dieser Mann in dieselbe Kategorie der Lebens-Komödianten, die wir verachten. — 
Ein anderes: der citoyen Cezanne ist tot, vive le bourgeois Cezanne. O ihr Künstler, denen er zu guten 
Partien verhalf. 
Le citoyen Liebknecht ist tot, vive le de.
	        
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