Full text: Ausführliches Verzeichnis, Text ohne Abbildungen ([1])

Mosaiken, 9. (?) Jahrhundert 
603 DER HEILIGE PROTASIUS 
Mosaik 19X34 
Mailand, Civico Museo d’arte del Castello Sforzesco 
Fragment des großen Apsismosaiks von S. Ambrogio in Mailand, das 1848 anläßlich einer 
Restaurierung entfernt und durch eine Kopie ersetzt wurde. Die Datierung des ganzen Werks, 
das zu verschiedenen Malen erneuert wurde, gibt der Kunstkritik nicht geringe Rätsel auf. 
Toesca (307, 8.128 ff) glaubt es venezianischen Künstlern vom Ende des 12. Jahrhunderts 
zuschreiben zu müssen, während andere, darunter kürzlich Bettim (42, II, S.55 ff), der An- 
sicht sind, in jenem Jahrhundert sei ein älteres Mosaik aus dem 9. Jahrhundert lediglich 
restauriert worden und dieses habe seinerseits Teile eines noch älteren Werkes in sich enthalten. 
604 DER HEILIGE MARTIN 
Mosaik 50X 36 
Brescia, Civico Museo Cristiano 
Gleich der vorangehenden Nr. 603 ein Fragment des Apsismosaiks von St. Ambrogio in Mai- 
land, und dem Feld rechts entnommen, das die Beerdigung des Heiligen Martin darstellt 
(Toesca, 307, 8. 129). 
Lombardischer Meister vom Ende des 14. Jahrhunderts 
605 DIE HEILIGEN LIBERATA UND FAUSTINA WERDEN IM KLOSTER 
EMPFANGEN 
Auf Leinwand übertragenes Fresko 200 X 228 
Como, Museo Civico 
Kommt aus dem Kloster S. Margherita in Como. Die dargestellte Geschichte bezieht sich auf 
die Legende der beiden Heiligen, die, um einer Heirat zu entgehen, in Como Schutz fanden 
und in ein Kloster eintraten. 
Toesca (307, S. 174 ff) hebt die naive Lebendigkeit hervor und bemerkt Einflüsse der alten 
byzantinischen Schule, die sich mit den gotischen vermischt haben; er schreibt die Fresken 
einem lokalen Künstler vom Ausgang des 14. Jahrhunderts zu. 
Pietro Lorenzetti 
Sienesischer Maler, tätig in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts (das erste datierbare 
Werk seiner Hand ist von 1320). Starb vermullich im Jahre 1348. Er löste sich bald 
von dem zur äußersten Vollkommenheit entwickelten Iyrischen Stil des Simone Martini 
919
	        

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