Full text: Ausführliches Verzeichnis, Text ohne Abbildungen ([1])

642 DAS MARTYRIUM DER HEILIGEN LUCIA 
Holz 34X 54 
Bergamo, Galleria dell’Accademia Carrara, Nr. 180 
Siehe vorhergehende Nr. 
Ausgestellt als ein Werk des Dello Delli an der Ausstellung Italienischer Kunst in London 1930 
als Nr. 21 (345, 8. 42). 
Bartolomeo Vivarini 
Maler, geboren in Murano um 1432, gestorben 1499. Schüler seines älteren Bruders 
Antonio, dessen Mitarbeiter er ungefähr ein Jahrzehnt lang war. Vertraut mit der durch 
Donatello erneuten Schule von Padua, vor allem mit Mantegna und eine Zeit lang auch 
mit Giambellino. Das im Grunde noch der Gotik verpflichtete Formgefühl des kraft- 
vollen Künstlers treibt den Stil Mantegnas bis zur äußersten metallischen Schärfe und 
verbindet die geradezu versteinert erscheinenden Formen mit einer glasharten Farbigkeit. 
643 TRIPTYCHON: MARIA MIT DEM KIND, DEM HEILIGEN PETRUS 
UND DEM ERZENGEL MICHAEL 
Holz, mittlerer Teil 65X136, Seitenteile 49 X 136 
Bergamo, Galleria dell’Accademia Carrara, Nr. 382 
Signiert und datiert: FACTUM VENETIIS PER BARTHOLOMEUM VIVARINUM DE 
MURIAN® PINXIT. 1488. Gehört in die Spätzeit des Meisters und wird von Berenson (33, 
8. 517) für eine Werkstattarbeit gehalten. Van Marle (201, XVIII, 8. 129) hingegen kann‘ es 
der hohen Qualität der Ausführung wegen nicht einer Schülerhand geben. 
Die geschlossene und kraftvolle Gestaltung der Figuren, die scharf geschnittenen Gewand- 
linien mit ihrer metallenen Nervosität und der Emailglanz der Farbe sind bezeichnend für 
die gotische Haltung, mit der Bartolomeo die formalen Errungenschaften des Mantegna 
interpretierte, 
644 TRIPTYCHON: DER HEILIGE MARTIN UND DER BETTLER ZWISCHEN 
DEN HEILIGEN JOHANNES DEM TÄUFER UND SEBASTIAN 
Holz 118132 
Bergamo, Galleria dell’Accademia Carrara, Nr. 383 
Signiert und datiert: OPUS . FACTUM . VENETIIS . PER . BARTHOLOMEUM - 
VIVARINUM . DE . MURANO . 1491. Zeitlich das letzte Werk Bartolomeos. Van Marle 
(201, XVIII, 8.130) vermutet Mitarbeit von Gehilfen, indem er auf gewisse Eintönigkeiten 
der Zeichnung und die besonders starken Blau und Rubinrot hinweist. Die gleiche Ansicht 
vertritt Berenson (33, S. 517° 
av 
230
	        

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