Full text: Ausführliches Verzeichnis, Text ohne Abbildungen ([1])

Höhe, alles Materielle in einer Harmonie, welche den anonymen Handwerker als wahren Künst- 
ler erscheinen läßt. 
Angaben über dieses Werk finden sich nur bei lokalen Autoren und in letzter Zeit bei Pinetti 
(249, S. 278), während Braun es nicht kennt. 
Ausgestellt 1898 in Bergamo (V.Mugzio, Bemerkungen und Erinnerungen an die Kirchen- 
kunst-Ausstellung, Bergamo 1899). 
Lombardisch, Ende 16. Jahrhundert 
128 AMBROSIANISCHE MONSTRANZ 
Höhe 19X60 
Gandino, Museum der Basilica 
Ambrosianische Monstranz aus ziseliertem Silber. 
Sechspaßförmiger Fuß mit reichen Ornamenten und Darstellungen der Heiligen Petrus und 
Johannes des Täufers sowie der Assunta. 
Am Schaft ein Wulst mit Eierstabornament; Basis in Kelchform. Sechs Karyatiden tragen 
die Kuppel; auf dem Architrav sechs anbetende Engel und ganz oben Christus. 
Recht fein gearbeitete Einzelheiten, besonders an dem sehr schönen Fuß. Es ist sicher anzu- 
nehmen, daß die Arbeit aus einer früheren Zeit stammt als das Datum der Schenkung 1605. 
Diese Monstranz und die gotische mit den drei Spitzsäulchen gehören zu der reichen Samm- 
lung seltener Goldschmiedearbeiten in der Basiliea von Gandino. 
Ausgestellt in Bergamo 1898 (TV. Mugzio, Bemerkungen und Erinnerungen an die Kirchen- 
kunst-Ausstellung, Bergamo 1899). 
Venezianisch, Ende 16. Jahrhundert 
129 AMBROSIANISCHE MONSTRANZ 
Höhe 64, Fuß 20 
Peja, Pfarrkirche 
Runder ziselierter Fuß mit drei Strebepfeilern darüber, Cherubimköpfe in Rundarbeit und 
drei ziselierte Medaillen mit Heiligenfiguren. Schaft mit doppeltem Knauf mit Köpfen und 
rundplastischen Figuren. Kelchförmige sechseckige Basis mit 6 Karyatiden, doppeltem Fries 
und sechs Putten. Ziselierte Kuppel mit Kreuz. 
Die Verhältnisse sind elegant und harmonisch. Von gleichem Rhythmus wie die Monstranz 
von Gandino, von welcher sie sich aber durch größere Eleganz unterscheidet. Venezianische 
Arbeit, was aus dem Prägestempel der Münze von Venedig hervorgeht. Prägestempel S.T ist 
vermutlich der Stempel des Münzkontrolleurs, Stempel VI vermutlich der des Silberschmieds. 
Ausgestellt in Bergamo 1898 (7. Muzio, Bemerkungen und Erinnerungen an die Kirchen- 
kunst-Ausstellung, Bergamo 1899). 
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