Die Kunstfreunde werden aus den biographischen Notizen 
des Kataloges nachrechnen, wie viele und welche Geburtstags- 
ausstellungen für Sechzigjährige in der letzten Zeit nicht statt- 
gefunden haben, wie viele und welche in unserem Jahr 1947 
fällig und welche Anwärter für 1948 vorhanden sind. Doch ist 
es wohl einfacher, sie gleich zu nennen: 1946 Paul Bodmer, 
Wilhelm Gimmi, Johann von Tscharner; 1947 Karl Hügin, Otto 
Morach, Ernst Morgenthaler; 1948 Hermann Huber, Reinhold 
Kündig; ein Veteran mit 70 Jahren wäre 1946 Alfred Marxer 
gewesen, für 1947 ist es Augusto Giacometti; Alexander Solden- 
hoff mit dem Geburtsjahr 1882, Ernst Georg Rüegg mit 1883, 
Albert Pfister mit 1884 sind als Sechziger der Unsicherheit der 
Kriegsjahre zum Opfer gefallen; Max Gubler wird als jüngster 
1948 erst ein Fünfziger sein. 
Doch werden Ausstellungen schließlich nicht einfach aus 
dem Kalender gezupft. Aus eigenem Willen und dem Zwang 
der Verhältnisse entsprang der Entschluß, eine Reihe von 
Sonder-Ausstellungen, die für die letzten Jahre bereits im 
Programm gestanden hatten, mit andern, die für die nächste 
Zukunft vorgesehen sind, zu einer Gesamt-Ausstellung „Zür- 
cher Maler“ zusammenzufassen und so in einem Mal Vorsätze 
und Versprechen einzulösen, die bisher einzeln nach einander 
nicht hatten erfüllt werden und in der nächsten Zukunft auch 
nicht würden erfüllt werden können. 
Dabei durfte man hoffen, daß eine solche Ausstellung heute 
für Zürich zu einer Demonstration von ähnlicher Bedeutung 
werde, wie es die Ausstellung „Schweizer Bildhauer und Maler 
1941“ für ein Gesamtbild der Schweiz geworden ist. Stadtzürcher 
finden unter den vierzehn Ausstellern von heute sich sechs: 
Bodmer, Gimmi, Gubler, Huber, Rüegg, Soldenhoff. Kündig,
	        

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