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Wie das Gebäude ausfieht, ift unferen Mitgliedern be:
kannt. Es enthält einen Öberlichtfaal mit 91 m* und einen
Zeitenlichtfaal mit 49 m? Grundfläche, außerdem befinden [id
darin ein Magazinraum und ein Dermaltungsbureau sowie
ein Schlafzimmer für den Bausmwart. Der Bau darf wohl im
ganzen als gelungen bezeichnet werden, obfchon es wünfdybar
gemwefen wäre, wenn für Bureau und Magazin mehr Plaß
hätte erübrigt werden können, was aber leider auf dem be
ichränkten BauplabB nicht möglidh war. Der Bau wird durch
Gasöfen geheizt und durch elektrifches Licht beleuchtet. Ganz
befondere Sorgfalt haben wir der Ausftattung der beiden Aus:
itellungsräume gewidmet. Mir dürfen wohl fagen, daß es
uns fo ziemlich gelungen ift dabei das Ausfehen eines Bilder:
marktes zu vermeiden und ihnen vielmehr das Ausfjehen eines
Salons zu geben, in dem jedes Bild zu feiner Wirkung kommt
und in dem jeder Befucher fich in einer größern Behaglichkeit
der Betrachtung der ausgeftellten Werke hingeben kann. Die
Koften des Ausftellungsgebäudes betrugen, inbegriffen defjen
Einrichtung und NMöblierung zufammen Sr. 31,771.25.
V. Die Musitellungen im provijoriichen Ausftelungs-
Gebäude an der Thalaafle.
Der regelmäßige Gefchäftsbetrieb im eigenen Gebäude be:
gann am 17. Juli und fchloß im Gefchäftsjahr, d. h. bis Ende
Januar 1896, 5 Serien in fih und zwar:
i. Serie vom. 17. Juli bis 19. Auguft.
2. 20. Auguft „28. September.
5 24. September „ 18. November.
4: x 1. Dezember „ 29. Dezember.
5. 1. Januar „3. Sebruar.
Jn diefen wurden im ganzen 237 Kunftwerke ausgeftellt
und zwar Oelgemälde und plaftifche Werke. In diefe Sahlen
teilen fich die Mationalitäten wie folgt:
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