Full text: Japanische Holzschnitt-Triptychen der Utagawa-Schule

Yoshiiku, Ichieisai 
Schüler von Kuniyoshi 
62 Haru Megumu, Hana-no-Sugata Yu; - gez. Ichiyüsai 
Yoshiiku gwa Herausgeber: 
Der Baderaum der „Blütengestalten im Frühlingsanfang“ Hirokö 
Das Bild zeigt den Privatbaderaum eines Grünen Hauses, mit seinen Frauen beim Baden 
und Sichwaschen. Auf der Estrade steht ein kahlköpfiger Alter als Zuschauer. Hinter 
ihm sind einige Frauen in das Studium von Liebesbriefen vertieft, andere mit Unter- 
haltung und Schönheitspflege beschäftigt. Im Hintergrund macht ein Verehrer einer der 
Frauen seine Aufwartung. (189) 
63 Kurabe koshi Yuki-no-Yanagi Yu; — gez. Ichiyüsai 
Yoshiiku gwa Herausgeber: 
Das Bad „Schnee und Weidenzweige‘“ Hirokö 
Das Bild zeigt ein öffentliches, von Frauen benutztes Bad. Am Eingang sitzt der Auf- 
seher neben ein- und ausgehenden und mit ihren Kleidern beschäftigten Frauen. Im 
Waschraum fällt eine verrunzelte Greisin auf. Sie blickt, wie ihre Nachbarinnen, nach 
dem lärmenden Streit zwischen zwei Badenden, die andere Frauen zu trennen suchen. 
(190) 
Yoshitora 
Schüler von Kuniyoshi 
54 Haru-no-Keshiki; — gez. Ichimosai Yoshitora gwa Herausgeber: 
Federballspiel im Frühling Marusei 
Federball ist eines der beliebtesten Frühlingsspiele der Frauen und Mädchen, namentlich 
während der Neujahrs-Festtage, eben so sehr schon in der Zeit der Ashikaga (1334 
bis 1573), wie in der Tokugawa-Zeit (1603—1868). 
Das Bild zeigt ein Mädchen und eine Frau beim Spiel vor einer Bambuswand, über welche 
Blütenzweige von Pflaumenbäumen herausragen, mit einer Frau als Zuschauerin. Das 
Mädchen in der Mitte trägt einen Kimono mit breiter Obi- Schärpe. Die zweite Spielerin 
hat ihr Kleid zum Schutz gegen die Kühle mit einem schweren Seidenknoten zusammen- 
genommen. Die Zuschauerin ist gewählter gekleidet. (15) 
55 Matsu-no- Yükei; — gez. Ichimosai Yoshitora gwa Herausgeber: 
Sommernacht Marurei 
Das Bild zeigt drei gewählt gekleidete Frauen auf der Terrasse einer Villa, mit Aussicht 
auf einen Landschaftsgarten im Mondlicht der Sommernacht. Die frei stehende, hohe 
Laterne deutet auf den vornehmen Stand der Hausbesitzer. Eine zweite, überaus reich 
geschmückte Laterne hängt unmittelbar unter dem Dachgesims. 
In der Mitte steht eine ältere Frau in einem ruhig getönten Kimono von sehr edlem 
Schnitt. Die links von ihr stehende trägt ein blaues Kleid mit Iris-Muster und breiter, 
roter Obi-Schärpe, die rechts sitzende ein violettes Kleid mit Herbstblumen und schwarzer 
Schärpe. 191) 
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