Full text: Corot - 1796 - 1875

Marly, Luzency, Paris; September Fontainebleau, KEtretat, 
Ville d’Avray; Oktober Mantes, Mont de Marsan, Biarritz, 
Saint Jean de Luz, San Sebastian (Spanien). Ende Oktober 
kommt er nach Paris zurück mit neuen Studien, über die 
er ausruft: „Nous verrons si on reprochera encore ä ma 
peinture d’&tre grise et terreuse! Voyez-vous la franchise de 
ces verts? je n’avais jamais fait cela jusqu’ä present. Il faut 
qu’un ouvrier travaille sans reläche et qu'il peine jusqu’au 
bout, tant qu’'il manque une cheville au buffet“. 
Corot bezeichnet sich selbst immer als Landschafter. Die 
Bildnisse, die Andachtsbilder, mit Ausnahme der Taufe Christi 
für die Taufkapelle der Pariser Kirche Saint Nicolas du Char- 
donnet, von 1844, die Dekorationen, mit Ausnahme der Male- 
reien im Palais des Fürsten Demidoff, von 1865, sind Geschenke 
an Familienmitglieder und Bekannte, an befreundete Patro- 
nessen und Geistliche, an Gastgeber. Die stillen Figuren- 
bilder sind ein Geschenk, das Corot sich selber macht. 
Akt- und Figurenzeichnen hatte er schon während der 
Pariser Studienzeit mit der gebotenen Gründlichkeit betrieben, 
Italiener und Italienerinnen dann in Rom, Berner Mädchen auf 
seinen Schweizerreisen, vornehmlich als Kostümfiguren und 
Einzeltypen skizziert. Nach 1850 folgen in Paris einige bunte 
Atelier-Italiener, gleichzeitig die betenden oder mit ihren Kin- 
dern beschäftigten Bretoninnen. Im Januar 1857 bittet er einen 
Freund, ihm einige Kostüme zu besorgen, einen Kapuziner 
und eine Frau aus Albano oder Genzano, im übrigen hilft 
er sich selbst, um seine Figuren zu drapieren. In ihrem eigenen 
Kleid oder in irgend welchem improvisiertem Aufputz er- 
scheinen nun die nachdenklichen Mädchen mit Blumen oder 
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