Full text: Johann Heinrich Füssli, Henry Fuseli, 1741 - 1825

III 
F ür die Förderung der Heinrich Füßli-Ausstellung durdi Lieber* 
lassung von Gemälden und Zeichnungen ist die 
Zürcher Kunstgesellschaft einer Reihe von öffentlichen Samm* 
Jungen verpflichtet; der Kunsthalle und der Oeffentlichen Kunstsamm* 
lung in Basel, der Nationalgalerie in Berlin, dem staatlichen Kupfer* 
stichkabinet in Dresden, dem Nationalmuseum in Stockholm, dem 
Goethe*Nationalmuseum und dem Schloßmuseum in Weimar, der 
Zentralbibliothek in Zürich. Die Regierung des Kantons Zürich be* 
teiligte sich mit dem Bild des Rütlischwures, Eine größere Zahl 
von Kunstfreunden stellte ihren Besitz zur Verfügung, vor allem 
die Herren Prof. Dr, P, Ganz in Basel, dem auch die Mitwirkung 
des Earl of Harrowby in Stafford mit einer bisher nicht bekannten eng* 
lischen BiIder*KoIlektion zu verdanken ist, und P, Hürlimann in Zürich, 
Unter den ausländischen und schweizerischen Kunsthändlern, die ihre 
Mithülfe freundlich gewährten, steht das Haus der Gebrüder Boilag in 
Zürich voran, es widmet sich seit Jahren der Aufgabe, interessante 
Arbeiten des Meisters für die Sammler in der Schweiz erreichbar 
zu machen. Sehr wertvoll war die Mitarbeit von Herrn Dr, Arnold 
Federmann in München und Berlin, der zurzeit mit der Drucklegung 
eines zusammenfassenden Buches über Füßli beschäftigt ist. 
Die derzeitige Füßli*AussteIlung in Zürich ist die erste in der 
Schweiz und auf dem Kontinent, die über die Darbietung von nur 
einzelnen Bildern oder kleineren Gruppen von Zeichnungen hinaus* 
geht. Sie strebt nach Vollständigkeit in der Art, daß sie die Gesamt* 
erscheinung des Malers in charakteristischen Werken ohne 
störende Lüchen herausstellen, ihn als stetig und folgerichtig arbeitenden 
Künstler verständlich machen wilkj Die 70 Gemälde liegen zeitlich 
weit auseinander, sie verteilen sich auf viereinhalb Jahrzehnte, von 
1778 bis gegen 1825. Wenn man sich eine entsprechende Zusam* 
menstellung aus dem Werk eines Künstlers unserer Zeit, von 1878 
bis 1925 vergegenwärtigt, so erscheint bei Füßli die Evolution eher 
ruhig. Sichtbar wird sie überall an formal ähnlichen Bildern als Wand* 
lung von härterer, kälterer Zeichnung und Modellierung zu leichter 
fließenden und weicheren Tönen und Formen, So in der Gestalt des 
Siegfried in der Szene mit Brunhilde gegenüber den « Eidgenossen »,• 
in der Neuformung des « Albdrücken », die in der Gesamtkomposition
	        

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