Full text: Gedächtnis-Ausstellung Max Burri

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ruhig aus, als ob ihnen bie Schmucke Uniform nicht 
ben geringsten Cinbruck machte. Unb wie ijt es nun 
Später bei Buris großen Interieurs, wo immer mehr bas 
Bebürfnis nach monumentaler Cebensgröfee ben 5ieg 
bavontrug? Weitaus in ber (Debr3abl ber fälle — bie 
bramatiScb 3ugeSpi^te 5ituation bes tapfern Schneiber= 
leins wirkt gerabe3U als Rusnabme — SÜ3 en ^ieSe 
kräftigen, urgeSunben Bauern unb Bäuerinnen ge= 
laSSen beieinanber; es wirb, Selbst bei ben Politikern, 
gar nicht leibenSchaftlich gesprochen; bieSe Sefehaften 
Ceute haben keine Sonberlich leichte 3unge unb wiSSen 
Sich bei aller Gemütlichkeit bes 3uSammenSeins ber* 
niScb ruhig an3uScbweigen. Sie wirken burch ihre Cjä 5 
Sten3 mit einer wahrhaft epiSchen Behaglichkeit, bie 
ben Hamen bes großen Jeremias Gotthelf gan3 von 
SelbSt als Vergleich uns auf bie Cippen legt. 
Unb bieSe So burch unb burch Schwei3eriSchen f i= 
gurenbilber Sinb umgeben, wie von einer bäuerlichen 
Rureole, von ber fülle ber herrlichen Stubienköpfe, 
in benen Sich ber ausge3eichnete CharakteriStiker Buri 
ebenSo glän3enb enthüllt wie ber (Haler von Gottes 
Gnaben. Da iSt alles ftraft unb Saft, Ceben unb 
fülle, färbe unb form treten in ben DienSt einer 
recht eigentlich monumentalen Gesinnung. 
So erlebt man in bieSer RusStellung reichste 
künstlerische GenüSSe unb 3ugleich — es wirb boffent* 
lieh nicht als Chauvinismus ausgelegt — nationalen 
Stol3 auf ben ftünftler unb auf bieSe kerngeSunbe,
	        
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