Full text: Kataloge von Ausstellungen der Künstler-Gesellschaft Zürich 1868-1895

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15 Zürcher Standesscheibe von 152B angeblich aus dem Kloster 
Muottathal. In Renaissance - Rahmen auf rothem Felde der 
Zürcher Doppelschild mit Reichsschild und zwei die Krone 
haltenden Löwen. Oben links die Krönung Mariä, rechts die 
Stadtheiligen Felix Regula und Exuperantius mit den abge 
schlagenen Köpfen, dazwischen auf einem Bande „Yenite 
benedicti patris mei u (die Worte, welche nach der Legende 
bei Hinrichtung der Heiligen vom Himmel ertönten.) 43 X 31 Cm. 
(Hr. Prof. Dr. R. Rahn.) 
16 Umrahmung aus gothischen Elementen. Oben auf den zwei 
Seitensäulen Felix und Regula; in der Mitte der oberen Um 
rahmung Christus in halber Figur. Dazwischen ein Spruchband : 
„Yenite benedicti patris mei.“ Auf reich geschmücktem Thron 
(halb Gothik, halb Renaissance) sitzt Karl der Grosse mit Heiligen 
schein (worauf „Karolus rex u ) in grünem Rock, rothem Mantel 
und gepanzerten Beinen, auf dem Schooss mit beiden Händen 
das halb entblösste Schwert haltend. Zu Füssen des Kaisers 
rechts vom Beschauer kniet der Probst Felix Frey vom Grossen 
Münster in violettem Gewand, das Barett in den gefalteten 
Händen. Gegenüber sein Wappen, ein rother Ochs in gelbem 
Schild. Der graublaue Hintergrund stellt eine mit Wolken 
bedeckte Luft dar. (ca. 1520) 42 1 /2 X 32 Cm, 
(Hr. S. Pestalozzi-Hirzel.) 
17 Unter rundbogigen Doppelarkaden in früherem Renaissance- 
Geschmack erscheint auf schwarzem mit rother Damascirung 
geschmücktem Grunde links die Madonna auf der Mondsichel 
stehend mit einem Scepter in der Linken, während die Rechte 
das nackte Christuskind trägt. Gegenüber steht der heilige 
Bartholomäus mit langem violettem Rock und weissem Mantel. 
Zwischen beiden Figuren vor dem mittleren Pfeiler, der das 
Datum 1522 trägt, befindet sich ein Wappen, inWeiss ein grauer 
Schrägbalken (Wasser mit 3 Fischen). Gegenstück zu Nr. 21. 
43'/2 x 41V2 Cm. (Hr. Dr. J. J. Horner.) 
18 In Renaissance Rahmen auf blauem Grund St. Johannes 
Evangelista in violettem Untergewand und grünem Mantel, der 
einen knieenden Geistlichen dem Erlöser mit der Kreuzfahne 
präsentirt. Pravnaver A. D. 1527. Wahrscheinlich fremde 
Arbeit. (Hr. Albert Schulthess.) 
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