KUNSTVEREIN WINTERTHUR
TELEPHON 21057
Winterthur, den 30. Dezember 1943.
Herrn Direktor Dr. W. Wartmann,
Kunsthaus Zürich,
am Heimplatz,
Zürich.
Sehr geehrter Herr Direktor.
Ihre Zuschrift vom 29. Dezember macht uns auf ein Ver-
sehen aufmerksam, das uns sehr peinlich ist und das wir ie
zu entschuldigen bitten. Herr Dr. Herbert Gröger verlangte
kurz vor Erscheinen der betreffenden.Nummer von Pro Arte
die umgehende Zusendung eines Cliches nach einem Werke von
Han« Sturzenegger. Unsere Sekretärin übersandte ihm darauf das
Sliche6 Ihres %elbs«tbildnisses, das «ich unter unserem eigenen
Besitze befand, in der Annahme, es handle sich um ein Werk in
Privatbesitz, de«sen Besitzer sie nicht feststellen konnte.In
Wirklichkeit war das Werk in den "&ghbatbildnissen schweizerischer
Künstler der Gegenwart" von Georg Reinhart und Paul Fink (Zürich
1918) mit dem Besitzvermerke"Vereinigung Zürcher Kuns«tfreunde"
reproduziert worden, und das Chlich hätte zu denen für dieses
Buch, deren Besitzer. Herr Georg Reinhart ist, gehört. Da kein
Eigentümer des Bildes festge“tellt wurde, wurde ven der Zeit-
»chrift auch kein ent«“prechender Vermerk verlangt. Den Vermerk
"mit freundlicher Genehmigung u.<.w." setzte Herr Gröger oder
die Zeitschrift selbständig darunter.
Wir bedauern das Versehen sehr und bitten Sie um Ihre
Anweisungen, auf welche Art Sie eine Richtigstellung verlangen.
Ob die Reproduktion im Jahre 1918 mit der Erlaubnis der Vereini-
gung der Zürcher Kunstfreunde erfolgt ist, kann ich leider nicht
mehr feststellen; der Besitzvermerk scheint mir darauf hinzu-
deuten, dass eine solche vorlag.
Mit vorzüglicher Hochachtung
R, KAIMA
Konservator