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ersten Jahre geht alles - wenigstens amtlich - glatt* 
Unter uns fehlt es 
erteilen Aufträge - selbstverständlich den 
Oskar Kokoschka f von dem die meisten europäischen * 
Galerien Hauptwerke aus seiner reifsten Zeit besitzen 9 
Wien nur zwei Jugendarbeiten « Kokoschka soll x seiner 
berühmten Serie von Stadtbildern ein solches von Wien 
anreihen • Pie erste Schwierigkeit ist Kokoschkas Ge 
bundenheit an seinen Kunsthandlcr-Kontrakt * Es gelingt 
ihm die Freigabe des Auftrages unter der Bedingung 9 
die bisher erzielten Marktpreise in Betracht zu ziehen* 
Kokoschka nimmt aber volle Freiheit für den Auftrag 
in Anspruch und akzeptiert das Anbot der Hälfte des 
Marktpreises * Er kommt von Paris nach Wien und wählt 
sich Schloß Wilhelminenberg mit dem Blick auf die 
Stadt als Thema , sucht noch andere Vorwurfe , kehrt 
aber immer wieder zum ersten zurück * Praktische Un 
annehmlichkeiten stören ihn in der Arbeit - er löst 
seine Kunsthändler-Verbindung • Hach Monaten stehen wir 
vor dem Bilde 9 müssen uns ehrlich sagen 9 daß es mit 
den londoner , Venezianer f Pariser , Stockholmer Bildern 
nicht gleichwertig ist • Per Beirat hat die Verpflich 
tung 9 bei Bestellungen vor der Annahme noch ein© 
Beratung über die Ausführung derselben abzuhalten * 
Nun war es doch unser Wunsch , gerade für Wien 
endlich eine der besten Arbeiten des Künstlers zu
	        

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