Volltext: Korrespondenz Zürcher Kunstgesellschaft, Sammlung, 01.01.1933-31.12.1933

van 
Dr. phil. 
Dozent an der 
Kempen 
x«unsthistoriker 
SGewerbe-Hochschule 
Köthen‘ 
Tb. Nr .83/33. 
Dessau, am... 24, Februar ‚03.3 
Kaiserplatz 24. 
An die 
Sammlung der Kunstgesellschaft 
Zürich, 
STE 
x > 
Der ergebenst Unterzeichnete ist zur Zeit 
damit beschäftigt,Briefe des Kupferstechers Carl Wilhelm Kolbe 
( + 1835) heraüszugeben,die von seinem Auftrage handeln,für die Familie 
Gdeaessasner in Zürich die Gemälde Salomon Gessners zu radieren. 
Bine Stelle in einem Brief ist dabei besonders inter 
assant. Er schreibt da,die Gemälde Gessners würden sich nicht lange 
halten können,sie hätten jetzt (1805/08) bereits die Farbe nachgelasser 
denn Gessner habe die Technik des Farbmischens nicht verstanden, 
Ganz ergebenst erlaube ich mir die Frage,ob diese 
Ansicht zutreffend ist,ob die Gessnerschen Gemälde tatsächlich sich 
schlecht gehalten haben. Ich wäre sehr dankbar,könntenvielleicht @dßK 
ausser den in der "Sammlung der Kunstgesellschaft" befindlichen Gessne. 
Gemälden auch die im Kupferstichkabinett wie bei Herrn Generalkonsul 
Dr. Angst aufbewahrten berücksichtigt werden. Mir liegt lediglich dar= 
an;zu erfahren,ob Kolbes Prophezeiung zutreffend ist oder nicht.- 
Sehr verbunden wäre ich auch,könnten mir Geburts= 
‚jüngsten Sohnes Salomon Gessners,des Züricher Buch= 
Koasner freundlichst mitgeteilt werden. 
und Todes jahr des 
händlers Heinrich 
Jür 
gütigen Bescheid schon im voraus 
dankbar, 
in ausgezeichneter Hochachtung
	        
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