Volltext: Korrespondenz Zürcher Kunstgesellschaft, Sammlung, 01.01.1934-31.12.1934

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Nr 
>. 
Damit Sie sich über unsere Blätter von J.H., FUESSLI ein 
richtiges Bild machen können, sende ich Ihnen unsere Kollektiomx 
zur Einsicht zus Hre Paul Hürlimähn hat mir bAreits schwere Vor- 
würfe gemacht, dass diese Kollektion nicht restlos für die Samm- 
lung des Zürcher Kunsthauses bestimmt sei, nachdem Hr. Hürlimann 
in generöser Weise an der Auktion mich nicht konkurrenziert hatte. 
Er war aber nicht der einzige Konkurrent, sondern auch Prof, Otto 
Fischer in Basel beteiligte sich am Wettrennen. Mit Fischer habe 
ich mich aber vor der Auktion geeinigt, indem er von jeder Konkur- 
yenz zurücktrat, sefern ich ihm die Blätter Kat, Nre 197, 204 und 
217 als Deposita der Stiftung garantiere. Das habe ich getan und 
dieses Versprechen muss gehalten werden. Mit Bezug auf die Deponie- 
rung der übrigen Blätter sind wir noch freies Ich bemerke aber, dass 
Hre Dre Ce von Mandach einige Blätter für sein Museum, als Deposita, 
reklamieren wille« Die Liste besitzen Sie übrigens. 
Wir gewärtigen sodann gerne Ihre Eingabe wegen der Füss- 
lieZeichnungens Bas Kr AAO 
von Es freut mich zu hören, Sie haben in Luzern das neue Kunst- 
haus besucht und seien befriedigt heimgekehrta Ich hätte Sie ganz 
gerne begleitet Aber so kritische Besucher wie Sie verzichten lie- 
ber auf Begleitschafte Ich hätte über gewisse Sachen, die unser Mu- 
geum betreffen, gerne einmal gesprochene So ist die Konservatoren- 
frage nichts weniger als abgeklär$z gerade dieses Thema bewegt hier 
aie Geisterz dann auch die Frage, ob wir eine Ausstellung internat. 
Kunst aufrecht erhalten oder beibehalten könnens Ich persönlich würde 
das ganz gerne sehen, denn in Luzern ist internationaler Boden. 
Vor der Museumseröffnung gründeten wir noch die Bernhard 
Bglin*=Stiftungz die Gelder stammen aus einem Vermächtnisnund lagen 
bis Jetzt etwas gefährdet bei der Luzerner Kunstgesellschaft, Wir 
haben nun glücklich eine Stiftung daraus gemacht, die ganz unab- 
hängig schaltet und waltet. Dieser Stiftung stehe ich als Präsident 
vor» Wir haben bereits Käufe im Gesamtbetrag von über Fre 70,000.== 
getätigt, wobei wir selbstverständlich das Kapital angreifen mussten. 
Aber gute Kunst ist besser als unsichere Papierwerte und so reut uns 
der vollzogene Umsatz bis heute nicht. 
M*S v--züglicher Hochachtung 
Ihr sehr 
ergebener 
DE 
af. 
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