Volltext: Korrespondenz Zürcher Kunstgesellschaft, Sammlung, 01.01.1934-31.12.1934

zT 
\Lfred Gold 
132, BA, Montparnasse 
DARIS, 13. Febr, 
1934, 
GALERIE EUG. BLOT 
45, Rue de Penthitvre - VIII“ 
Tel. : Elvysees 61-23 
3ehr geehrter Herr Lirektor, 
Ich erhalte soeben Ihren freundlichen Brief und danke Ihnen 
bestens für Ihre Mitteilungen. Ich hoffe, dass Sie bald Gelegen- 
heit finden werden, Ihre Reise nach Paris nachzuholen, und dass 
3ije mir dann das Vergnügen machen werden, mich in meinem neu in- 
stallierten Raum in der Galerie Blot zu besuchen. 
Inzwischen folge ich sehr gern Ihrer Anregung» die in mei- 
aen letzten Briefen andeutungsweise erwähnte Angelegenheit brief- 
lich zur Sprache zu bringen, Die Angelegenheit ist allerdings, wie 
ich mir erlauben möchte, vor allem andern zu Bemerken, vertrau- 
Lich zu behandeln und überdies sehr delikat, vor allem für mich, 
Ps handelt sich um eine Gruppe von Bildern aus dem Besitz des 
Tarrn J.7. Pellerin, des Sohnes des bekannten verstorbenen Samm- 
lers. Ich weiss, dass Sie mit der Frau des Besitzers, Madame 
Pellerin, rerhandelt haben, und ich bin auch darüber informiert, 
Aass das mit Asssistenz des Herrn Montag geschah, Selbstverständ- 
Lich herrscht nicht im Entferntesten jetzt etwa die Absicht, Herrn 
Montag zu umgehen; ganz im Gegenteil,.Ich möchte nur um die Er- 
laubnis bitten, über eine jetzt neu eingetretene Wgendung ie 
zuerst Sie zu informieren, und zwar, wie schon erwähnt, mit der 
Bitte um vertrauliche Behandlung. 
"adame Pellerin hat sich entschlossen, im Ganzen elf Bil- 
1er ihrer Semmlung, die sie in ihrem Hause nicht unterbringen kann. 
Ahrucehen. falla sie anzemessene Preise dafür erzielen kann.
	        
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