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DI Fwald Bender
Köln-Lindenthal, den 10.11.1935
Kreamentzstraässe 11
Herrn
DCreW. Wartmann
ZUriäich
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Sehr geehrter Harr Doktor,
ich hätte, nachdem seit der Absendung
neines Schreibens fast drei Monate verflossen waren, mit seinsr
Beantwortung kaum noch gerechnet und mir gewiss allerlei Gedan-
ken daurüber gemacht, darunter -— aus einer früheren Erfahrung
neraus —-— auch den, dass Sie durch Reisen in Anspruch genommen
zain könnten. Ihr Srief bestätigt mir zu meiner Gemugtuung des-
an Richtigkeit. Fs ist nun zwar viel, für mich kostbare Zeit
versäumt worden, insbesondere die in Anbetracht meiner Arbeits-
lispositionen günstigste Reisezeit. Aber ich konnte inzwischen
jen Rest der wichtigen Literatur durchärbeiten und das für den
zweiten Band vorgesehene Abbildungsmaterial zusammenstellen.
ascher hat mir die Bücher, die er bei Ihnen aus den Beständen
jes Kunsthauses erbat, inzwischen aus der Schweizerischen Lan-
ljesbibliothek besorgt, womit dieser *eil Ihres Schreibens be-
antwortet ist.
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Unter dem 6. April 1934, &l1so vor mehr =
“ls anderthalb Jahren, fragte Rascher mit drei Zeilen bei mir
„N, Ob und unter welchen Bedingungen ich in der” Lage und bereit
5ei, die Arbeit wieder aufzunehmen und in @bsehbarer Zeit das
Manuskript zu liefern, Ich hatte die Hoffnung nie ganz äufge-
zeben, sodass die zu diesem ge7 Punk® freilich unerwärtate. An-
ragung mich nicht unvarbereitet antraf. Ich sagte grundsätzlich
zu und nannte als Honorar einen Betrag, der die Spesen «siner
yjiudienreise in die Schweiz mit @inschloss. Jetzt fing das Feil
chen an, und näch monatelängem Briefwechsel musste ich mich
oereiterklären, ein einmaliges Honorar von RM 1000.- zu äkzep-
tieren, zahlbar jedoch erst nach Ablieferung des Menuskripts.
SO wär die Finanzierung nicht nur einer Reise, sondarn auch ei-
aer, sUsSSChliesslich dieser Arbeit gewidmeten Arbeitsmusse, die
ich auf etwa vier Moaate geschätzt hätte 2 UuNMÖglich geworden.
Jas Buch muss nunmehr neben der schriftstellerischen Tugesarbeit
Zeschrieben warden.
Hätte ich nur gleich anfangen können !
Jadoch, als wir uns endlich über das Honorar geeinigt hatten,
stellte sich heraus, Aass Rascher sich von Herrn Werner Müller
und seinem ertrag mit ihm noch nicht gelöst hatte. Obwohl die-
5er ihn seit Jahren schon mit der Lieferung des Manuskripts hat-
te zufsitzen lassen, konnte sich Rascher aus mir unbekännten
“ründen nicht sofort freimachen. Erst Mitte Mäi dieses Jahres
VeY eS SO weit und erhielt er von Herrn Müller das Material zu-
rück, nach weiteren Monaten war es vollständig in meinen Händen.