Volltext: Korrespondenz Zürcher Kunstgesellschaft, Sammlung, 01.01.1935-31.12.1935

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Jalther von Unus Ze Ze bei Dr. jur. Cröner Limmatquai 1 Zürich 1 
den 8. April 1935 
An die Chef- Redakteure der Neuen Züricher Zeitung 
Geehrte Herrn , a , 
Die Neue Züricher Zeitung ‚welche ich mir er- 
laube neben der Frankfurter Ztg. vor dem Hitler-Gosbbels-Regime als däüe 
Bestorientierteste ‚fachlich und sachlich verlässlichste Presse deutsche} 
Zunge zu halten, und dies seit Jahrzehnten , bringt in der No 606 einen 
Artikel über wi Giovanni Segantini __ der in der Tat ebnso bemerkenswert 
wie erstaunlich ist. Dieser Artikel stellt eingangs fest, dass es um 
Segantini recht still geworden sei, was man ebensowohl suf unsern Ferd. 
Hodler und » wolle dieser Artikler doch mitteilen ‚um welchen ech- 
ten grossen Meister etwa nicht» anwenden könnte, Dabei 1liesse sich ge- 
rade bei Segantini an den Besucherzahlen des Segantini-Museums zu St.,Mo- 
ritz än den Besuchen der 18 besonders glückIichen Bilder S7 "4nis im 
Hause des Dr. h.c., Bernhard - Imhof zu St. Moritz , auch an der unverhält 
nismiässig grossen Ansammlung von Beschauern vor den » » Pflügern »» in 
der neuen Staatsgalerie zu München wie vor gar keinem andern der beacht- 
we Werke, —- etwa des Wilh. Leibel , oder des Hans Thoma, oder des Hans 
von Marrees ‚daselbst ‚genau das Gegenteil der Aussage Ihres famosen 
Artiklers beweisen. 
Wenn nicht das Wort » Miesmacherei» von den, gerade 
meiner Wenigkeit mit den — Iden des März 1933- aufs schärfste ‚angegang- 
nen Nationalsoecialisten zum abgedroschenen Schlagwort ‚entwertet worden, 
würde ich es diesen ‚meinen Zeilen hier, überstellen, 
; Der AÄArtikler H.ger. 
den ich weder dem Namen nach ‚noch perSonlich kenne, gibt,des Weiteren 
seine völlig unmaassgebliche Privatmeinung zum Besten, dahingehend „dass
	        
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