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lumer wieder hätte ich Räscher darauf hingewiesen, dass
ich auf die Auffrischung meiner Findrücke vor den in der Schwei
verwahrten Bildern Hodlers und die Aufnahme direkter Baziehun-
zen zu der LÄndschaft, in der sie gewachsen sind, nicht ver-
zichten könne. Fr ging nie darauf ein, und such «ls ich ihm vor
schlug, dass ich selbst un Schweizerische Sammler wegen der Fi-
aanzierung #*iner Reise herantreten wolle, nannte er mir, "wenn
ich es versuchen wolle", lediglich die mir längst beannten Na-
nen, sagte uber in Anbetracht der Wirtschaftskrise den Misser-
folg voraus. Fr hät @lso bis jetzt von sich «us in dieser Sache
aichts getan. Um die Probe aufs Fxempel zu machen, schrieb ich
zleichzeitig an Sie und an Herrn Russ, der mir sogleich ablehn-
end antwortete: die wirtschaftliche Lage seines Unternshmens sei
in den letzten Jahren so ernst geworden, dass er seine Kapital-
len zusammenhalten müsse usw. Da ich die Nichtbeäntwortung mei-
ses Schreibens an Sie gleichfalls als Misserfolg auffaässte,
liess ich von weiteren Versuchen &b und glaubte, den zweiten
Band allein aus der Literatur und den Erinnerungen aufbauen zu
üssen, Ihre jetzt eingetroffene Antwort gibt mir die Hoffnung,
lass vielleicht doch noch geholfen werden könnte. Gewiss wäre
es Raschers Sache, sich umzutun, aber Sie kennen ihn gewiss gut
Zenug, um zu verstehen, Öass ich bisher nichts erreichen konn-
;8, @&M wllerwenigsten brieflich. Ihre persönliche Finflussnahme
uf ihn könnte von entscheidender Bedeutung sein.
Es ist auch auffallend, dass Rascher von sich aus ==
u, Ar noch nicht einmal die technischen Dispositionen für
jen Band getroffen zu haben scheint, jedenfalls ist er auf mei-
ae Vorschläge bisher nicht entscheidend eingegangen; schon dar-
über müsste men sich doch einmal mündlich auseinaml ersetzen.
Ich meinerseits denke 80: Umfeng und Ausstattung ähnlich dem
rsten Band. Während dieser jedoch auf grösstmögliche Vollstäng
igkeit des Abbildungsmateriäls zum Zweck der Klarlegung des Ent
vicklungsgaängs Wert legen_musste ; verlangt der zweite Band um-
Zekehrt eine Auslese des Pesten und Gültigsten ! ich rechne mit
höchstens 200 Abbildungen, die Zeichnungen eingerechnat. Der
(Dext wird nach einem Einleitungskapit@l1, das den Anschluss an
den ersten Band herstellt, das mittlere und späte Werk ganetisc
nachzeichnen, kritisch bewerten, und denn die Yestalt Hodlers
Aus ihrer in jedem, auch massstäblichen,Petracht schädlichen
Vereinzelunk lösen, das Individuum als Mensch und Künstler aus
len Bindungen an Volk, Rösse, Umwelt zu deuten und in dis Zeit-
und Kunstgeschichte einzuoränen versuchen. Ias soll kein Begräb
nis werden, sondern eine Auferstehung, und ich glaube , dass für
die jüngere Generation, auch bei uns, Hodler neu zu entdecken
ist.
So
Zern, dass
uLr um der
viel möchte ich heute darüber Sagen und ich hoffe
Sie vor Ihrer neuen Reise %eit und Musse fünden,
Sache willen beizusßpringen.
Ich begrüsse Sie
„ls Ihr sehr ergebener
MY
RR