Volltext: Korrespondenz Zürcher Kunstgesellschaft, Sammlung, 01.01.1936-31.12.1936

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Zürich, den 10. Januar 1936. 
Liebes Fräulein Rohr. 
Wenn ich mich in den heiligen Hallen des Kunsthauses mich 
ergötze, so stehe ich selbstverstänäülich auch vor den 
Yerken meines Bruders Julius. Und dann. wenn ich lese: 
"Geschenk von Sophie Schwyzer", dann denke ich immer, wer 
ist auch die Sophie Schwyzer? und immer wieder wird mir 
dann bewusst, dass xxzk die Josy Schwyzer im Kunsthaus 
zu einer Sophie umgetauft wurde. 
Liebes Fräulein Rohr, wenn Sie vielleicht einme&el Gelegenheit 
haben, so sind Sie vielleicht £o freunädlich, und korri- 
gieren das Söpheli in den Namen um, den ich von der Wiege 
her trage. Ich verdamme auch das Söpheli nicht, aber weil 
es zu den letzten Fisheiligen gehört, ist sein Ruf mit der 
Teit doch ein bischen brenzelig geworden. 
Vielleicht sehen wir uns im neuen Jahre such wieder ein- 
mal und dann sagen Sie mir vielleicht, ob die Vornasmens- 
änderung möglich ist, oder ob auch hier eine Eingabe an 
den "Regierungsrat" wie bei den andern Namensänderungen 
gemacht werden muss, 
Uebrigens wünsche ich Ihnen nachträglich noch recht viel 
Schönes und Gutes für 1936 
mit den besten Grüssen 
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