Volltext: Korrespondenz Zürcher Kunstgesellschaft, Sammlung, 01.01.1939-31.12.1939

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an ZU TH Be 
Eına, Kommission Luzern, den 4, Dez. 1939. 
DER Grundhof 11 
GOTTFRIED FELLER-STIFTUNG 
Herrn 
Dr, WW, Wartmann 
Direktor des Kunsthauses 
Zürich 
Sehr geehrter Herr wirektor, 
Ich komme nochmals auf meine Anfrage vom 10. 
Oktober zurück, die Sie offenbar übersehen haben. 
Es handelt sich immer noch üm die "Beweinung Chri- 
sti" von SAMUZL HOFMANN aus dem Besitze von H. 
Tschuppik in Lugano. Ich wandte mich wegen der Be- 
urteilung an Dr. H. Helmerking, Kinkelstr., 61, Züzs 
rich, der über Hofmann bei Prof. Zemp doktoriert 
hatte, Aber aus seiner Antwort werde ich auch nicht 
klüger. Er schlägt eine Konfrontierung mit dem 
grossen "Zinsgrosehen" im Kunsthaus Zürich vor. 
Aber diese Gegenüberstellung hat durch Sie selbst 
ja bereits stattgefunden und hätte es mich eigent- 
lich interessiert, welches Resultat Sie gezeitigt 
haben. Vermutlich ein negatives und zwar im besten 
Falle in dem Sinne, für Ihre Sammlung liege kein 
Grund vor weitere Werke von Hofmann dieser Art zu 
erwerben. Immerhin hätte mich die Frage der Autor- 
daft und der qualitativen Beurteilung noch in- 
teressiert. 
Dr. Helmerking gibt mir als ersten Kenner nie- 
derländischer Bilder Hofmanns einen gewissen J. &Re- 
der in Bruxelles an. Da heisst es aber doppelt vor- 
sichtig sein. Dieser Kxperte ist m.W. identisch mit 
dem Schwindler, der dem Musee Schwab in Biel eine 
ganze Kollektion minderwertiger und gefälschter Bil- 
der angehängt hat. Ich empfinde gar kein Bedürfnis 
mich mit diesem Reder einzulassen, oder auf ihn ab- 
zustellen. 
Mit vorzüglicher Hochachtung 
Ihr ergeheyer: 
* 5 
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