Volltext: Korrespondenz Zürcher Kunstgesellschaft, Sammlung, 01.01.1939-31.12.1939

Eidg. Comentäaian 
Gottleied 
C 
vater - Nilung 
E— 
Luzern, den 
Grundhof 11 
10. Juli 1939. 
Herrn 
Dr, W, Wartmann 
Direktor des Kunsthauses 
Heimplatz 
Zürich 
Sehr geehrter Herr Direktor, 
In der rastlosen Flucht Ihrer Ausstellungsgeschäfte wer- 
den Sie die Beantwortung meines Schreibens vom 20, Juni zurückge- 
stellt haben, was ich Ihnen nicht verargen kann. Wir haben immer 
noch eine alte Pendenz gemeinsam zu erledigen oder abzuschreiben. 
Es betrifft dies die Füssli-Kollektion von Hrn. Paul Hürlimann,. 
Ich dränge nicht, aber am 14, Juli tagt unsere Kommission im Kunst- 
museum in Bern und bei solchen Anlässen interessiert man sich da 
und dort um xlte Reminiszenzen, wobei ich Auskunft erteilen sollte. 
Die Begeisterung auf eine Mehrung von Füssli-Zeichnungen ist inner- 
halb unserer Kommission ausserordentlich geschwunden. Herr Amiet 
frägt mit Recht: Was bezwecken wir eigentlich mit dieser Mehrung 
unserer ausreichenden Bestände ? Wären wir dem Kunsthaus Zürich und 
seinem verehrten Direktor nicht moralisch bis zu einem gewissen Gra- 
de gebunden, so würden wir überhaupt abstrahieren. 
Mit vorzüglicher Hochachtung 
Ihr ergebener: 
Goitiriod Keller-Stiftung 
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7 
Wie Sie aus unserer Korrespandenz vom 8.16. März entnehmen, wäre 
unsere Kommission nicht ganz abgeneigt gewesen eine Tessiner-Land- 
schaft von Sig. RIGHINI aus Gründen der Dankbarkeit und Pietät an 
den Künstler zu erwerben. Sollten Sie in der Lage sein uns eine 
kleine Auswahlsendung bis Freitag Vormittag den 14. Juli an das 
Kunstmuseum Bern zu senden, so belieben Sie dies zu tun. Die Sache 
ist an sich nicht dringend.
	        
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