Eidg. Comentäaian
Gottleied
C
vater - Nilung
E—
Luzern, den
Grundhof 11
10. Juli 1939.
Herrn
Dr, W, Wartmann
Direktor des Kunsthauses
Heimplatz
Zürich
Sehr geehrter Herr Direktor,
In der rastlosen Flucht Ihrer Ausstellungsgeschäfte wer-
den Sie die Beantwortung meines Schreibens vom 20, Juni zurückge-
stellt haben, was ich Ihnen nicht verargen kann. Wir haben immer
noch eine alte Pendenz gemeinsam zu erledigen oder abzuschreiben.
Es betrifft dies die Füssli-Kollektion von Hrn. Paul Hürlimann,.
Ich dränge nicht, aber am 14, Juli tagt unsere Kommission im Kunst-
museum in Bern und bei solchen Anlässen interessiert man sich da
und dort um xlte Reminiszenzen, wobei ich Auskunft erteilen sollte.
Die Begeisterung auf eine Mehrung von Füssli-Zeichnungen ist inner-
halb unserer Kommission ausserordentlich geschwunden. Herr Amiet
frägt mit Recht: Was bezwecken wir eigentlich mit dieser Mehrung
unserer ausreichenden Bestände ? Wären wir dem Kunsthaus Zürich und
seinem verehrten Direktor nicht moralisch bis zu einem gewissen Gra-
de gebunden, so würden wir überhaupt abstrahieren.
Mit vorzüglicher Hochachtung
Ihr ergebener:
Goitiriod Keller-Stiftung
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Wie Sie aus unserer Korrespandenz vom 8.16. März entnehmen, wäre
unsere Kommission nicht ganz abgeneigt gewesen eine Tessiner-Land-
schaft von Sig. RIGHINI aus Gründen der Dankbarkeit und Pietät an
den Künstler zu erwerben. Sollten Sie in der Lage sein uns eine
kleine Auswahlsendung bis Freitag Vormittag den 14. Juli an das
Kunstmuseum Bern zu senden, so belieben Sie dies zu tun. Die Sache
ist an sich nicht dringend.