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Im.
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NSTMUSEUM
Herrn Dr. W.
Direktor des
Bern, den 13. Januar 1940
War tmann
Kunsthauses
ZÜür ich
Lieber Freund
Ich danke Ihnen für Ihre Zeilen vom 3.ds.
Seither habe ich den Besüch von den Herren Fretz er-
halten, die mir den sehr ehrenvollen Vorschlag gemacht
haben, eine Änkermonographie herauszugeben. Ich habe mir
eine Bedenkzeit vorbehalten, da ich gegenwärtig mit
meinen beruflichen Aufgaben im Museum und bei der Gottfried
Keller Stiftung so stark in Anspruch genommen bin, dass
ich kaum Zeit für anderweitige Aufgaben ersparen kann.
Immerhin ist die Abfassung eines Ankerwerkes für mich
sehr einladend, so dass ich mir die Sache noch genau
überlegen werde. Ich danke Ihnen herzlich für Ihre freund-
schaftliche Intervention.
Bei der Eröffnung unserer Ausstellung Basler Meister-
werke, sprachen wir zusammen über Ihr Bild Manuels, "die
Schlüsselverleihung an Petrus; Sie gaben mir etwas
Hoffnung für eine Ausleihe dieses Gemäldes, im Falle es
zweckentsprechend ausgestellt würde. Ich würde grossen
Wert auf diese Ausleihe legen, da ich bei genauerem
Studium des Manuelwerkes zur Vermutung gelangt bin, dass
Ihre Tafel und nicht die "Marter der Zehntausend” mit:
dem Bild identisch ist, das die Berner und die Freiburger
1517 nach Grandson stifteten.
Ich werde Ihnen gerne meine Veberlegungen eingehend
mitteilen. Zinstweilen unterbreite ich Ihnen das Gesuch,
Sie möchten die Tafel nach bern ausleihen. Ich habe die
Aufstellung derselben in unserer Sammlung mit Vr.Schmidt
besprochen. Wir würden sie an aie Wand neben dem Basler
Bild "Besuch des Dominikus beim hl. Ludwig" bringen.
Im Falle einer Zvaquation würde Basel üde Tafel
nach seinem Zufluchtsort mitnehmen. Dieselbe würde also
osleich behandelt wie die Genfer Witz.
Mit freundlichen Grüssen
Ihr