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GCottlied Heller- Neflung
dam
Luzern, den
ärundhof 11
13. August 1942.
Herrn
Dr. W, Wartmann
Direktor des KunsthauseS
Heimplatz
zürich
sehr geehrter Herr Direktor,
Nachdem Frau Dr. Zmil Welti in Lohn b/Kehrsatz gestorben
ist, so ist auch die Verpflichtung dahin gefallen, das Porträt
ron Freu Lydia Welti-Escher von KARL STAUFFZR, Depositum der
stiftung im Kunsthaus in Zürich, nicht ausstellen zu dürfen.
Ich möchte Ihnen aber nahelegen, dieses Bildnis erst nach Schluss
unserer Berner Ausstellung in die Sammlung des Kunsthauses einzu-
reihen und dies zwar aus dem einfachen Grunde, weil Hr. Redaktor
J. Welti den Wunsch äusserte, dieses Porträt nachträglich nicht:
in unser Ausstellungsgut aufzunehmen, Was wir getreulich befolgt
haben. Zu dem Porträt gehört ein für unser heutiges Empfinden
unmöglicher Rahmen, den wir m.E. seinerzeit an die Adresse des
Zunsthauses Zürich spediert haben. Wir gewärtigen seinerzeit ger-
ne Ihre Vorschläge über eine Neurahmung, sofern Sie unser Empfin-
äen teilen sollten, der alte Rahmen eigne sich nicht für Ihre
Zwecke.
Denkt die Familie Rose in Döhlau immer noch an eine weite-
re Liquidation von Arbeiten Albert Weltis ? Unsere Stiftung bringt
ıen Arbeiten dieses Künstlers das grösste Interesse entgegen. 2
3elbstverständlich interessiert mich auch das künftige. Schicksal
jes Figurenbildes A. Yeltis "Der Auszug der Penaten", das im Be-
sitze der Familie dr. Emil welti stand. Hr. Dr. Jakob Welti schrieb
nir auf eine diesbezügliche Anffage:; "Auf jeden Fall werden die Pe-
naten in Sffentlichen Besitz übergehen". Tissen Sie mehr ?
wit vorzüglicher Hochachtung
Ihr ergebener