Volltext: Korrespondenz Zürcher Kunstgesellschaft, Sammlung, 01.01.1941-31.12.1942

Eidg GUTEN 
+ 
GCottlied Heller- Neflung 
dam 
Luzern, den 
ärundhof 11 
13. August 1942. 
Herrn 
Dr. W, Wartmann 
Direktor des KunsthauseS 
Heimplatz 
zürich 
sehr geehrter Herr Direktor, 
Nachdem Frau Dr. Zmil Welti in Lohn b/Kehrsatz gestorben 
ist, so ist auch die Verpflichtung dahin gefallen, das Porträt 
ron Freu Lydia Welti-Escher von KARL STAUFFZR, Depositum der 
stiftung im Kunsthaus in Zürich, nicht ausstellen zu dürfen. 
Ich möchte Ihnen aber nahelegen, dieses Bildnis erst nach Schluss 
unserer Berner Ausstellung in die Sammlung des Kunsthauses einzu- 
reihen und dies zwar aus dem einfachen Grunde, weil Hr. Redaktor 
J. Welti den Wunsch äusserte, dieses Porträt nachträglich nicht: 
in unser Ausstellungsgut aufzunehmen, Was wir getreulich befolgt 
haben. Zu dem Porträt gehört ein für unser heutiges Empfinden 
unmöglicher Rahmen, den wir m.E. seinerzeit an die Adresse des 
Zunsthauses Zürich spediert haben. Wir gewärtigen seinerzeit ger- 
ne Ihre Vorschläge über eine Neurahmung, sofern Sie unser Empfin- 
äen teilen sollten, der alte Rahmen eigne sich nicht für Ihre 
Zwecke. 
Denkt die Familie Rose in Döhlau immer noch an eine weite- 
re Liquidation von Arbeiten Albert Weltis ? Unsere Stiftung bringt 
ıen Arbeiten dieses Künstlers das grösste Interesse entgegen. 2 
3elbstverständlich interessiert mich auch das künftige. Schicksal 
jes Figurenbildes A. Yeltis "Der Auszug der Penaten", das im Be- 
sitze der Familie dr. Emil welti stand. Hr. Dr. Jakob Welti schrieb 
nir auf eine diesbezügliche Anffage:; "Auf jeden Fall werden die Pe- 
naten in Sffentlichen Besitz übergehen". Tissen Sie mehr ? 
wit vorzüglicher Hochachtung 
Ihr ergebener
	        
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