Volltext: Korrespondenz Zürcher Kunstgesellschaft, Sammlung, 01.01.1941-31.12.1942

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PROFESSOR Dr PAUL GANZ 
7 HEBELSTRASSE, BASEL 
Basel, den 1.Oktober 1942. 
Herrn Dr.W.Wartmann, 
Kunsthaus, Züric, 
Sehr geehrter Herr Doktor 
Zu meinem gros sen Bedauern hätte ich keine Zeit mehr, bei Ihnen 
vorbei zukommen, da. ich den Auftrag hatte, Herrn Dr. Peter Meyer 
über die Aufgabe aufzuklären, die er durch Uebernahme der Mono- 
graphie "Bürger- und Bauernhaus" übernommen hat. 
Sie werden in diesen Tagen ein Schreiben erhalten, das die An- 
frage an Sie stellt, bis wann Sie in der Lage wären, das Manus- 
kript für den “Beitrag, "Moderne Plastik" zu liefern; es wurde 
nämlich gewünscht, dass wir vor der g«meinsamen Besprechung mit 
allen Teilnehmern an der Publikation Verträge abschliessen. 
Im weitem möchte ich Sie bitten, mir die neueren Sammler in 
Zürich zu nennen, wenn möglich mit deren Sammlungsgebiet; es 
wird sehr interessant sein, festzustellen und zu vergleichen. 
wieviel mehr moderne Kunst in:Zürich gesämmelt wird im Ver- 
gleiche zu Basel. 
Drittens möchte ich Sie anfragen, ob Sie mir auf mine Kosten 
Abzüge der photographis chen Aufnahmen machen lassen könnten,die 
für die Publikation des "Neujahrsblattes” über das römische 
Skizzenbuch von Füssli angefertigt worden sind. 
Viertens bitte ich Sie um Rücksendung des Portraits von Joh, 
Heinrich Füssli “rossvater; ich kann es in Oberhofen place ieren 
und werde es Ihnen später einmal für die Füsslisamlung verma- 
chen. - Wenn Sie bei dieser Gelegenheit eine Kiste verwenden 
könnten, die mindestens 150 x 110 cm gross und 14 cm hoch ist, 
so könnte ich den grossen Rahmen für ein Füsslibild darin zu- 
rückschicken, der mir irrtümlich erweise nach Oberhofen geschickt 
Worden ist. 
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Und schliesslich möchte ich Sie noch anfragen, ob es möglich wäre 
ähnlich wie es im Landesmuseum geschehen kann, meinen Phot ogra- 
phen zu Ihnen nach Zürich zu schicken ‚, damit er eine grössere 
Anzahl von photographischen Platten Ihres Archivs dort Kür mich 
kopieren kann; es handelt sich darum, ein möglichst reiches Ma- 
terial für die 10 Monographien und für die in Aussicht stehen- 
ie Schweizerische Kunstgeschichte zu sammeln. 
Und zuallerletzt möchte ich Sie noch auf zwei Genrebilder in Oel 
von Siegmunmi Freudenberger aufmerksam machen, die in der Schweiz 
mit franz.Geld gekauft worden sind, d.h.mit Guthaben von Schwei- 
zern, die sich in Frankreich befinden. Man hat mir diese merk- 
würdige Angelegenheit vorgelegt uni die Photographien der Bilder 
gegeben; ich weiss aber nicht, ob eine solche Manipulation über-
	        
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