Volltext: Korrespondenz Zürcher Kunstgesellschaft, Sammlung, 01.01.1941-31.12.1942

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Ann BAER 
AFTER A) LEE 
LIBRAIRIE DU CHATEAU D’ARI 
OSKAR SCHLOSS 
‚JCARNO 
Case Postale 222 Cheques Postaux XI 2604 
sASEL 
Postfach 359 Telephon Nr. 22558 
Basel, Bäumleingasse 9 
17. Dezember 1942 
Zürcher Kunstgesellschaft 
Kunsthaus 
Zürich 
Sehr geehrter Herr Direktor, 
Es ist Ihnen ja ebenso gut wie mir bekannt, welchen 
seltsamen Zufällen, besser gesagt Unzuverlässigkeiten man hete 
ausgesetzt ist. Als ich gestern abend nach Hause gekommen bin, 
habe ich natürlich sofort nachgeforscht, ob nicht endlich die 
schon für vorige Woche, spätestens letzten Montag von Bern fest 
zugesagten leeren Daumiermappen eingetroffen seien. Da dies nicht 
äier Fall war, rief ich sofort in Bern an und härte zu meinem ärger- 
Lichen Erstaunen, dass Herr L. jetzt doch auf den Umtausch seiner 
Mappen gegen meine:. neuen verzichtet. Er hatte mir noch persönlich 
Freitag, den 11. ds. am Telefon fest versprochen, die Mappen spä- 
bestens am Montag durch Expressgut zu schicken. Sie kennen mich 
ja wohl genug, um mir zu glauben, wie besonders peinlich mir diese 
Sache ist, nachdem ich gestern vormittags ahnungslos noch bei Ihnen 
sogar die Rechnung hatte einkassieren wollen! Es ist dies mein 
besonderes Pech, dass ich zum ersten Mal, wo ich eine solche Bitte 
um Zahlung für eine noch gar nicht ausgelieferte Sendung getan habe, 
auch schon sofort dafür quasi "bestraft" und hereingefallen bin. 
Jedenfalls habe ich an dieser Sache gelernt in Zukunft noch viel 
vorsichtiger zu sein- 
Es bleibt nun nichts anderes übrig, als unverzüglich 
ınd so rasch wie möglich 40 neue Mappen in einer möglichst ähnlichen 
Papierfarbe anfertigen zu lassen. Ich habe mich sofort mit der Fabrik 
in Verbindung gesetzt und man wird die 40 Mappen in aller Eile an- 
fertigen, natürlich mit der nötigen Vorsicht und vollkommen trocken. 
3ie bekommen sie selbstverständlich zum angebotenen Preis, obwohl 
ich nochmals über Fr. 1.-- pro Stück mehr bezahlen muss- 
Noch einmal möchte ich versichern, wie sehr fatal mir 
Jiese Sache, an deren Zuspitzung und Verlauf ich unschuldig bin, 
ist; ich habe mein Bestes getan. Bitte wollen Sie die dadurch ein- 
zetretene Verzögerung entschuldigen. 
Mit vorzüglicher Hochachtung 
LIBRAIRIE DU CHATEAU ) AR Locarno/Basel 
r 7 Äpsvi dl AA /
	        
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