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Didz. Commission
Gottkied Po seilr - Seflung.
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LUSErn, den 27, Mal 2541,
Grundhof 41
Herrn
Dr. W, VWVartmann
Direktor des Kunsthauses
Heimplatz
Zürich
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Sehr geehrter Herr Direktor,
Ich weiss aus Erfahrung, dass die Sympathie des Zürcher
Kunsthauses für die ‚Subyentionskäufe der Gottfried’ Keller-Stiftung
nie gross war. Ich glaube diese Abneigung ging auf eine mir nicht
recht begreifliche negative Einstellung von Redaktor Trog zurück.
Das Prinzip der Subventionskäufe ist an sich durchaus rich:
tig und gesund; nur durch die Zusammenlegung der finanziellen Lei-
stungsfähigkeit einzelner Museen und der Stiftung wurde die Finan-
zierung von grösserem und bedeutendem Kunstgut möglich.
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Ich gehe mit Ihnen aber darin einig, Subyentionskäufe nur
zu tätigen, wenn es sich um grosse, Summen, welche die Leistungsfä-
higkeit einzelner Museen und der” Gottfried Keller-Stiftung über- '
steigtf getätigt handelt.
Beim Selbsiporträt von.Welti handelt es sich in der Tat
um eine relativ bescheidene Summe und bei solchen Beträgen dürfte
unsererseits konsequenterweise nicht auf Subventionskäufe gedrun-
gen werden. Ich würde also an sich eine negative Einstellung Ihrer
Sammlungskommission begreifen, Aber ich würde es bedauern, wenn we-
zen einer Ablehnung unseres Ansinnens das an sich gute und begeh-
renswerte Jugendporträt Albert Weltis nicht für den öffentlichen
3esitz erworben würde, a
Mit höflichen Grüssen
Ihr ergebener
Gottfried Keller-Stiltung
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1A M-