Full text: Korrespondenz Zürcher Kunstgesellschaft, Sammlung, 01.01.1941-31.12.1942

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Didz. Commission 
Gottkied Po seilr - Seflung. 
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LUSErn, den 27, Mal 2541, 
Grundhof 41 
Herrn 
Dr. W, VWVartmann 
Direktor des Kunsthauses 
Heimplatz 
Zürich 
zw 
Sehr geehrter Herr Direktor, 
Ich weiss aus Erfahrung, dass die Sympathie des Zürcher 
Kunsthauses für die ‚Subyentionskäufe der Gottfried’ Keller-Stiftung 
nie gross war. Ich glaube diese Abneigung ging auf eine mir nicht 
recht begreifliche negative Einstellung von Redaktor Trog zurück. 
Das Prinzip der Subventionskäufe ist an sich durchaus rich: 
tig und gesund; nur durch die Zusammenlegung der finanziellen Lei- 
stungsfähigkeit einzelner Museen und der Stiftung wurde die Finan- 
zierung von grösserem und bedeutendem Kunstgut möglich. 
U’ 
Ich gehe mit Ihnen aber darin einig, Subyentionskäufe nur 
zu tätigen, wenn es sich um grosse, Summen, welche die Leistungsfä- 
higkeit einzelner Museen und der” Gottfried Keller-Stiftung über- ' 
steigtf getätigt handelt. 
Beim Selbsiporträt von.Welti handelt es sich in der Tat 
um eine relativ bescheidene Summe und bei solchen Beträgen dürfte 
unsererseits konsequenterweise nicht auf Subventionskäufe gedrun- 
gen werden. Ich würde also an sich eine negative Einstellung Ihrer 
Sammlungskommission begreifen, Aber ich würde es bedauern, wenn we- 
zen einer Ablehnung unseres Ansinnens das an sich gute und begeh- 
renswerte Jugendporträt Albert Weltis nicht für den öffentlichen 
3esitz erworben würde, a 
Mit höflichen Grüssen 
Ihr ergebener 
Gottfried Keller-Stiltung 
A re 
1A M-
	        
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