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Luzern, den 20, Mai 1941.
Grundhof Il 28
Herrn
Dr. W, Wartmann
Direktor des Kunsthauses
Heimplatz
Zürich
Sehr geehrter Herr Direktor,
Das Jügendbildnis von ALBERT WELTI aus dem Besitze von
Hrn. Rose-Delau lag. unserer Kommission in der Sitzung vom 16. Mai
im Kunstmuseum in Bern vor. Wie Sie uns mitteilten, stellt sich
der Preis auf Fr. 8,000.=--.
Unsere Kommission ist grundsätzlich mit der Erwerbung die-
ses Porträts und dessen Deponierung im Kunsthaus in Zürich einver-
standen, aber unter der Voraussetzung, dass von Seiten des Kunst-
hauses Zürich eine Subvention ä fonds perdu an die Stiftung gelei-
stet werde.
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Wir hoffen, dass diese Zumutung in Ihren Kreisen nicht auf
Opposition stösst, wobei ich betone, dass die Stiftung finanziell
gehr stark engagiert ist. Mit Genf haben wir gleichzeitig ein sol-
ches Geschäft auf dieser Basis abgeschlossen (es betrifft ein Por-
trät von J.E, Liotard), wobei sich das Genfer Museum ohne weiteres
zu einer Subvention von 50% verpflichtete.
Anschliessend bemerken wir, dass unsere Kommission, konform
einem ausdrücklichen Wunsche von Frau Dr. Helen Welti in Lohn b/Kehr-
satz, beschlossen hat, Karl Stauffers Porträt Lydia Eschers dem Zür-
cher Kunsthaus als Depositum der Stiftung zu überweisen. Ich werde
Frau Helene Welti anfragen, ob sie die Einwilligung gebe, das Porträt
der ersten Frau Emil Weltis, jetzt schon auszustellen, oder erst
nach dem Ableben von Frau Helene. Welti. 00°
Mit der Versicherung meiner vorzüglichen Hochachtung.